*Die kleine träge Raupe (Tab. I. a. Fig. 8.) hat nach Art der ge-meinsten Raupen sechszehn Füße. Sie ist durchgehends mit graulichtweißenaber so feinen Haaren besetzet, daß sie die Farbe des Leibes durchzusehen nichtverhindern. Diese ist meistens hell blaulicht= oder meergrün; doch über denRücken zieht sich nach der Länge ein purpurfarbenes Streifchen hin, daswieder durch eine feine weiße in den Einschnitten unterbrochene Mittelliniegetheilet, und zu beyden Seiten von zwo ähnlichen Linien beschränket wird.An diese letztern stößt noch auf jedem Ringe ein schiefes helles Strichchen,wodurch der ganze Rücken bunt und gewissermassen höckericht aussieht. Dersehr kleine fast kugelichte Kopf ist blaßgelb mit schwarzbraunen Fleckchen anden Wangen und über dem Munde; die Füße sind grünlichtweiß. DasFutter dieser Raupe ist die gemeine oder sogenannte Wege= oder Acker-winde; auf deren weichen Blättern sie fast immer unverrückt und wie ange-häftet harret.Um die Mitte oder gegen dem Ende des Brachmonats macht sie ih-ren Hinterleib vermöge eines kleinen flachen Gewebes auf dem Blatte, aufdem sie ruhet, fest; befestiget dann auf demselben mittels einiger herumge-schlungenen Seidenfäden auch ihren Vorderleib, und verwandelt sich nacheinem Paar Tage in eine Pupe, die im Verhältnisse ihrer Dicke sehr lang,blaß und eben so rauh ist, als es die Raupe war. Nach zwölf oder vier-zehn Tagen bricht das Geistchen aus.Dieses (Tab. I. b. Fig. 8.) hat den untern beyläufig dritten Theilder schmalen Oberflügel in zween fast spitzige und gewissermassen sichelförmi-ge Theile gespaltet, die Unterflügel aber noch viel tiefer und beynahe bis andie Wurzel in drey Aeste getheilet. Diese sehen ordentlichen Schwung-oder Schwanzfedern eines Vogels ungemein ähnlich: ein heller Kiel oderSchaft in der Mitte, beyderseits eine breite Fahne oder eine dichte Reihelanger Fäsern, die gemeiniglich röthlichtgrau, manchmal auch blaß kirsch-braun ist. Die Oberflügel sind, wie bey andern Schmetterlingen, mitdem Flügelstaube oder den zarten Schüppchen ordentlich bedecket, und beyden meisten Stücken braunröthlicht oder blaß röthelsteinfarben, bey einigenselber hielt seine Art für des Linnäus Ph. A. rakteristisch angegeben („alis fuscis, strigis al-bis. *) und in unsern Exemplaren durchaus be-Didactyla; allein, auch hiezu gehen ihr die wei-merket werden.ßen Strichchen ab, die von dem Ritter als cha-
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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
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298
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