⛪ ⸸ ③Die Raupe (Tab. I. a Fig. 5.) (*) hat nur drey paar Bauchfüße,und zwischen denselben und den Brustfüßen drey fußlose Ringe. Sie istdurchaus sehr schlank, wächst doch einigermassen sowohl gegen dem Kopfe,als gegen dem Hinterleibe ab. Die Farbe ist durchgehends ein zartes an-muthiges Grün, nur an dem kleinen halbkugelichten Kopfe und an den Fü-ßen ein wenig bläßer. Sie schmiegt sich in der Ruhe ganz an die gleichfär-bigten Weidenblätter, vorzüglich an derselben etwa schon ausgefressenenRand. Wir haben sie noch auf keiner andern Pflanze als auf Weidengefunden.Die Verwandlung geschieht gemeiniglich zu Anfange des Brachmo-nats in einer länglichten weichen Hülse, die sich die Raupe bey uns in einemhölzenen Behältnisse aus ihrem Seidenvorrathe und abgenagten Holzspänenverfertigte. Die Pupe war sehr schlank, schwarz und glänzend.Der Schmetterling kroch im warmen Zimmer um die Mitte desJäners aus; in der freyen Luft wird er etwa zu Anfange des Aprils her-vorkommen. Seine Fühlhörner sind borstenförmigt, dabey doch mit eini-gen sehr feinen Härchen besetzet; die Augen sind in Ansehen des Thierchensgroß; eine nicht sehr lange hellbraune Rollzunge liegt zwischen zwo kleinen,gerade vorragenden dunkelbraunen Fühlspitzen; der Rücken und die Oberseiteder Oberflügel sind von einem sehr annehmlichen Schiefergrau, der Hinter-leib, die Füße, die Unterflügel und die ganze Unterseite von einer blassenAschenfarbe. Auf den untern Flügeln ist ein kleiner Theil am Untenrandesehr verdunkelt, auf den obern aber zeigen sich drey bunte Streife, die der-selben Oberfläche in vier Felder theilen. Diese Streife laufen schief, fastdurchaus von einander gleich entfernet und sanft geschwungen; der unterste,zugleich ein wenig bogenförmigt, endet sich an des Flügels spitzigem Aus-senwinkel. Jeder ist von zween verschiedenen Strichen zusammengesetzet,derer einer hochkastanienbraun, der andere fein ockergelb. Dieser steht ab-wärts bey dem obersten Streife, bey den zween übrigen aufwärts. Derunterste Streif hat noch darüber auf der braunen hohlen Sette eine ein we-(*) Auf den unbemalten Kupfertafeln sind, hernach zu beschreibenden Wicklerart in dersowohl die Raupe, als der Schmetterling die= 5. Fig. vorgestellet.ser Art in der 6. Fig., entgegen jene der gleich
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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
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