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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
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barkeit aufgeschlossen hat, zum Schöpfer (*). Unter den letzten nun be-haupten die Schmetterlinge eine ansehnliche Stelle. Der grosse Haufenmag immer verächtlich über sie wegsehen. Die Manchfaltigkeit, die Leb-haftigkeit ihrer Farben entzückt ein aufmerksameres Aug. Fast jede ein-zelne Art scheint mit der andern um den Vorzug zu streiten, und eineganze Sammlung ist eine Scene, die gesehen, und nicht beschrieben wer-den will.II. §.Man weidet zwar insgemein die Augen nur an dem Schmelze derBlumen, und endlich auch an den vielfärbigten Muschelgeschöpfen. Al-lein wir getrauen uns zu sagen, daß die Schmetterlinge nebst den verschie-denen Farben, die man an den Blumen bewundert, noch viele andere undbesonders trübe und graue hegen, welche man in Florens Eigenthume ver-gebens suchen wird; dazu findet man an einer Blume nicht leicht mehr alszwo oder drey Farben; die Schmetterlinge hingegen zählen zuweilen bis zehnund mehrere. Mit einer andern Farbe prangt öfter der Rücken, mit ei-ner andern der Unterleib, eine andere zeigt sich auf den Ober= eine andere(*) So singt einer unsrer Freunde:Vor mir eröffnet sich das BuchGott in dem Vogel, dessen RuffDer lehrenden Natur.Die treue Gattinn lockt,Ich Schüler blick' es an, und schonGott in der Blume, deren SchmelzSchon les' ich stammelnd Gott,Der Künste Witz beschämt.Gott in des Westes kühlem Wähn,Gott in der Pracht des Schmetterlings,Der säuselnd mich umschleichtGott in der Biene Fleiß,Itzt durch die Blumen scherzet, itztIm Zwitschern der Cicade GottIm Schilfe lieblich seufzt.Im Grillenliede Gott.Gott im Gemurmel jenes Quells,Nur ihn im Apfel, dem der HerbstDer mir den Schlummer lobt,Die Wange roth gefärbt,Und arbeitsam auf buntem KiesIhn in der Traube, die den SchweißDes braunen Winzers krönt.In hellen Kreisen eilt.