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Systematisches Verzeichniß der Schmetterlinge der Wienergegend
Entstehung
Seite
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classe die Ordnung der Spechte (Picae) und in dieser Ordnung die Gattungder Honigsauger (Trochili) die letzte stehen könnte, wie ungezwungen wür-den sich unsere Abendschmetterlinge daranschließen? Beckmann schreibt vonden Kolibri oder Honigsaugern: Sie sind die kleinsten von allen Vögelnund zum Theil nur so groß, als eine wälsche Nuß. Sie haben einen fa-denförmigten Schnabel, der länger ist als der Kopf. Sie saugen Honigaus Blumen, ohne sich auf sie zu setzen. Sie haben bunte und schöne Far-ben, grün, roth und himmelblau. Ihre Eyer sind so groß wie Erbsen.u. s. f. (*) Wer sieht nicht die nahe Verwandtschaft mit den Abendschmet-terlingen? Man folge dieser Hypothese. Man wird in der Schmetterling-ordnung einen fast unmerklichen Uebergang von einer Gattung zur andernentdecken, und H. Schäffern beypflichten, wenn er in seiner Abhandlungvom Afterjüngferchen (Pap. Macaronius Scop.) sagt, daß auch hier derNatur die Sprünge unbekannt sind.V. §.Diese wären nun so beyläufig unsre Gedanken von der Stelle derSchmetterlinge und ihrer Folge unter sich. Wir legen selbe den Liebhabernzu prüfen vor. Ueberzeugen sie nicht, vielleicht, daß sie doch Gelegenheitzu Versuchen geben, die den wahren Absichten der Natur näher kommen.Nun haben wir in diesem Absatze noch von den Namen der Schmetterlingezu reden. Der erste Grad der Weisheit, sagt der Ritter v. Linne (*), istdas Erkenntniß der Dinge. Dieses Erkenntniß besteht in einem wahrenBegriffe der Gegenstände, vermöge dessen Aehnliche von Unähnlichen durcheigene vom Schöpfer ihnen aufgedrückte Kennzeichen unterschieden werden.Wer dieses Kenntniß andern mittheilen will, muß allen verschiedenen Din-gen eigene Namen geben, die niemal vermenget werden müßen. Denn mitden Namen fällt auch das Erkenntniß der Dinge. Und in einer Anmer-kung (***) zur Schmetterlingordnung schreibt er: wenn man wissen kann,(*) Anfangsgründe der Naturhistorie. 41. S.(**) Syst. Nat. pag. 13. Edit. Vien.(**) pag. 767. 2