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XANTEN.
Sechseckige silberne, vergoldete Monstranz, ungefähr 25 i li" hoch. Die sämmtlichen Ni-schen, einzelne Verzierungen am Knaufe und der Bekrönung sind blau emaillirt. Spälgotliisch.
5.Grosser Altarleuchter in Messingguss, welcher die ganze Breite des Chors durch-schneidet, wesshalb man sich in unserer Abbildung denselben nach rechts um den Theil beilinks verlängert denken muss, so dass er sich an beiden Seiten an die Kirchenpfeiler an-lehnt (wie es in der Abbildung bei links geschiebt). Die Länge beträgt ungefähr 30', dieHöhe 15'. Der Leuchter hat an den Sockeln seiner beiden Pfeilerbündel folgende Inschrift:desen luchter is gemacht toe Maystricht anno dm. mccccc en eyn (1501).
6.Messingleuchter ebendaselbst, ungefähr 9' hoch. Da wo die Arme sich trennen, be-findet sich ein Wappenschild, auf welchem ein Löwe mit einem Kreuz eingravirt ist miteiner Inschrift, wonach ein Xantener Canonicus Platea der Schenker war. 16tes Jahrh. 9
7.Statue des h. Victor in Sandstein an einem der Pfeiler des Mittelschiffes.
8.Statue des h. Martinus in Sandstein an einem der Pfeiler des Mittelschiffes. Vonbesonderem Interesse, weil wir aus den Baurechnungen wissen, dass Meisler Johann von Gochdieselbe 1488 verfertigte. 10
9.Statue der Madonna aus Sandstein an einem Pfeiler des Mittelschiffes, ebenfalls durchihren Meister bezeugt. Es ist Andreas von Cleve, der dieselbe 1495 verfertigte."
10.Drei Engel mit Passionswerkzeugen an den Schlusssteinen der Gewölbe des Mittel-schiffes, welche Meister Heinrich von Holt 1514 vollendete. 12
Tafel XIX.l.
Ansicht eines Theils der Chorstühle, welche in Doppelreihen von circa 34' gegen-überstehen. Zur Zeil, als das Chor vom Schiffe durch einen Lettner getrennt wurde (um1300), wurde die lange Stellung unterbrochen, und seitdem sind sie durch eine Ecke ge-brochen.
Die Chorstühle von Xanlen sind die ältesten am Niederrhein; sie sind noch roma-
9. Ein Meister Arnolclus de Platea kommt 1534 bei Schollen vor.
10. Schölten S. 51 ad annum 1488: magistro Johanni de Goch pro lapide monasleriensi, de quo fieret
ymago sancti Martini HU. mr.
11. Schollen S. 60.
12. Schölten S. 74. Es sind ihrer noch mehrere, die im zweiten Bande folgen.