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1 = Abth. 1, Bildnerei (1857)
Entstehung
Seite
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XANTEN.

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grün. Die Palmellen des fünften und sechsten Pfeilers sind auf blauem Grunde gelb um-zogen, abwechselnd einer grün und einer rolh. Der siebente ist eine Wiederholung desvierlen und der achte endlich blau und grün. In denselben Mustern und Farben wieder-holen sich diese Emaillen auf der anderen Seile.

Die vordere Schmalseite enthält auf einem Oval in der Mitte ein Kreuz von Berg-cryslall, wahrscheinlich zur Aufnahme einer Partikel des h. Kreuzes bestimmt, vielleicht der-jenigen, von welcher wir S. 39 sprachen, dann in den getriebenen Goldflächen 6 grosseEdelsteine, die aber bereits verschwunden sind.

Den giebelarligen Deckel umranden zunächst die Worte:Fedefis arca tulit palribus signacula s tanlum;Hec tarn rem quam spem populo ferl lemporis omnis.Auro munitus lapis arte viri nitet extra;Sed virtulis opus folget pretiosius inlra.

Umgeben von Arabesken mit Besliarien erblicken wir dann in 5 Feldern die thö-richten Jungfrauen, denen auf der anderen Seile die 5 klugen entsprechen. In der vorlie-genden Seite ist die Figur im letzten Felde eine Wiederholung der dritten, indem im Ori-ginal dort die alte durch eine neue ersetzt ist. Die klugen Jungfrauen der anderen Seilesind fast ganz zerstört. Auch die vordere Giebelseite entbehrt ihrer Ursprünglichkeit; dasmittlere Dreieck füllt jetzt ein aufgenageltes Stück alter getriebener Arbeil. Die Formender Langseile des Sarcophages, besonders die Pfeiler mit steilen Basen und den eigentüm-lichen Capilälen scheinen früherer Zeit anzugehören, wie Deckel und Vorderseite, die manfrühestens ins Ende des 12ten Jahrhunderts setzen kann.

2.

Handtuchhalter aus geschnitztem Holz in der Sacristei der S. Victorskirche aus demlßten Jahrhundert, circa 22" hoch und 26" breit. Das Schnitzwerk ist roth unterlegt. Diehorizontale Querstange dient zum Anheften der Handtücher. Die linke Schmalseite ist mitGehängen an die Wand befestigt; die rechte zeigt eine geschnitzte Bosette (2a), in derenMitte ehemals eine Verzierung gewesen sein mag, die wir durch die Xantener Wappen-schlüssel ersetzt haben. Zwei Löwen als Wappenhalter befinden sich oben zur Bekrönung,unten eine Sirene, die in einer Hand einen Kamm, in der anderen einen Spiegel hält.

3.

Sechseckiges Belicpiienfass. Der mittlere runde Theil enthält eine Beihe Heiligen-figuren in Elfenhein. Fuss und Decke] sind von Holz und zwar der letztere Holzmosaik,

das Kreuz und die Löwen von gelbem Metall.

Die Höhe beträgt ungefähr 11'

8. In der Abbildung stebt liier durch Irrthum signalula. Die Inschrift lautet in deutscher l'ebersetzung:Die Bundeslade enthielt für die Väter nur ein Zeichen;

Diese Lade enthält fürs Volk sowol die Sache als die Hoffnung für alle Zeilen.Der mit Gold umfasste Stein glänzt nach aussen von eines Menschen Kunst,

Aber kostbarer glänzt nach Innen der Tugend Werk.

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