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XANTEN.
tralischen Stellungen der Paläslra, analog solchen Darstellungen auf Mosaikböden, spätestensder carolingischen Zeit zusprechen lassen. Anklänge an die Nibelungen-Sage könnenwir nicht darin finden. 3
2 ist der Deckel, 2a eine Langseite, 2b sind die Figuren der anderen Langseite undder Schmalseiten.
3.Zwei Reliefs in Sandstein, 3' 6" hoch und 1* 6" breit, eingemauert über den Thor-weg, der vom Markte zur Kirche führt. Die Idee der Ueberwindung des bösen Principsin Gestalt von Ungeheuern, welche von den gepanzerten Helden bezwungen werden, wie dasCostüm, erinnern an die alte Heldensage, wesshalb wir diese Reliefs in die fränkisch-ro-manische Periode des ersten Jahrtausends verweisen. Es dürften die letzten Reste der al-ten fränkischen Burg zu Xanten sein.
4. 4a. 4b. 4c. 4d.Emaillirled Reliquiarium in der Grösse des Originals. Die Figuren aller vier Seitensind vergoldet, und nur die Heiligenscheine und die Bücher, welche die Heiligen in denHänden halten, erscheinen in einer anderen Farbe. Der Nimbus des in der Mitte thro-nenden Salvator mundi z. B. ist roth, hei den ihm zunächst sitzenden Heiligen ist er weiss,bei den nächsten wieder roth, und so fort im steten Wechsel. Das Buch, welches der Hei-land hält, ist roth; alle anderen sind bläulich. Die Hintergründe wechseln ab zwischen hell-blau und dunkelblau. Alle Säulen wechseln in den Farben in der Art ab, dass eine einengrünen Schaft, weisse Base und weisses Capital, und eine einen weissen Schaft mit grünerBase und grünem Capital hat, welche Farben mit einer gelben Linie umzogen sind. DieFarben der Sitze wechseln wie die der Säulen. Entweder ist das Miltelstück grün, Sockelund Lehne weiss, oder letztere sind grün und das Mittelstück weiss. Der Tritt, auf wel-chem die Füsse ruhen, ist hellblau, mit Ausnahme bei der Maria und dem Erlöser, wo* erroth erscheint. Die vier Seiten des Schreins (4. 4a. 4b. 4c.) werden unten und oben voneinem rothen, seitwärts von einem gelben Bande eingefasst, dann folgt in der Abschrägungoben und unten ein Ornament in getriebenem Golde, und dann auf hellblauem Grunde einebensolches in grün, blau und roth. 4d stellt den Deckel dar, der viel späterer Zeit an-gehört. Die Schriftbänder und Figuren desselben sind alle hellbläulich, die Nimben derMedaillonbilder gelb. Die Hintergründe wechseln zwischen blau und grün ab. DasBlaltornament um die Medaillons ist grün und weiss. Der äussere Rand enthält Namen vonHeiligen, der innere einen Vers, der in deutscher Uebersetzung lautet:Was hier geschieht auf dem äussern Allare,Es wird vollendet auf dem geistigen Allare des Herzens;Geopfert wird eine sichtbare Hostie unter verdeckter Gestalt,Auf reinem Altare opfert sie des Herzens Frömmigkeit.
3. Jahrbücher des rhein. Alterlhums-Vereins Heft V. und VI. S. 369.