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1 = Abth. 1, Bildnerei (1857)
Entstehung
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XANTEN.

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fahrten von diesem Umfange bereicherten den Bauschatz freilich mit beträchtlichen Summen. 18Die Baurechnungen nennen uns viele Bauvorsteher und Künstler, auf die wir bei den ein-zelnen Werken zurückkommen.

Tafel XVII.

1.

Mantel eines cylinderförmigen Elfenbeingefässes aus der letzten römischen Kaiserzeit.Höhe 5", Durchmesser 4J/2''. Man hat dem dargestellten Vorgänge zwei Deutungen gege-ben: 1 Die eine von Fiedler erkennt darin die Bettung des Zeus, dessen Attribut, der Adler,die Darstellung einleitet; ein Diener bringt den Stein, mit welchem Kronos getäuscht wer-den soll; an ihn reiht sich Elithyia, die Geburtshelferin, zuhörend der Mnemosyne, welchezur Kithara den Gehurtshymnus anstimmt. Die lebenspinnenden Parzen, dann die Betterindes Kindes, welche es den lärmenden Cureten anvertraut. Die zweite Deutung von Gerhardund Urlichs findet die Erkennung und Wegführung Achills auf Scyros näher liegend. DerVorhang neben dem Adler bezeichnet das Zimmer der Königstöchter, deren 5 hier erschei-nen. In der Mitte die tonkundige; zu ihren Füssen spinnt eine zweite; die drille, in derBeihe die erste, sieht einen Fremdling mit Gaben sich nähern: es ist Ulysses. Die überder spinnenden Königstochter stehende Jungfrau ist durch seine Erscheinung überrascht undentsetzt. Die Ueberraschte ist Niemand anders als der sich erkannt sehende Achill. Erfolgt seinen Gefährten, zu hinterst Diomed und Agyrtes mit der Trompete, dann Ulyss under selbst. Die verzweifelnde Deidamia sucht ihn vergebens durch den emporgehaltenenSohn Pvrrhus zurückzuhalten. 2

Beide Deutungen befriedigen nicht vollständig. Um die erstere anzunehmen, müssteman den vermeintlichen Diener mit dem Steine für Kronos selbst, die weibliche Figur da-neben für die scheinbar resignirte Bhea halten, da doch diese beiden Hauptfiguren derHandlung kaum fehlen dürften; müsste man ferner den Ausdruck der stehenden Parze aufdie Freude der gelingenden Täuschung deuten. In der zweiten Erklärung aber wird derAdler zu bedeutungslos; denn ihn auf Scyros als Adlerhorst oder auf einen Besitzer Aquilazu beziehen, scheint uns unzureichend. Das Schloss, das Band um den Hals des Adlers,wie die angehefteten Bänder, sind spätere Zuthaten.

2. 2a. 2b.

Bereits auf Tafel VI. (8) haben wir einen diesem fast gleichen Beliquienschrein vonElfenhein abgebildet. Aus dem dort Gesagten sei nur wiederholt, dass die innere Zusam-menhangslosigkeit der einzelnen Figuren, wie der Mangel einer ganz bestimmten Idee injeder einzelnen wieder diese Bildungen als allgemeine Beminiscenzen des Alterthums in thea-

18. Spenrath und Mooren III. 81 und ausführlich der angeführte Berliner Codex.

1. Jabrbflcher des Vereins von Allerthumsfreunden in den Rheinlanden. Heft V. u. VI. S. 365.

2. Am Ohr der Deidamia ist ein späterer Nagel eingefügt.