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1 = Abth. 1, Bildnerei (1857)
Entstehung
Seite
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CALCAR.

XANTEN.

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4.

Sacramentshäiischen aus Sandstein circa 20' hoch.

5.

Vortragekreuz, wahrscheinlich aus Silber, ganz bedeckt theils mit matter, theils mitglänzender Vergoldung. In den Rosetten der Kreuzarme befinden sich die emaillirten Sym-bole der Evangelisten; auch die vier Knäufe zwischen den Kreuzarmen u. s. w. sind mitblauer Emaille verziert. In der Mille zwischen zwei Crystallscheibchen befindet sich eineReliquie. Ende des 14len Jahrb. Höhe 2', Breite 1',

6.

Künstlerportraiis der Holzschnitzer des Hochaltars von Calcar (Tafel XI. und XII.)in grösserem Maassstabe. Die Originale sind 11 '/?" hoch.

XANTEN,

Stadt am linken Rheinufer, am Fusse des Hügels Fürstenberg, auf welchem die castra ve-tera der Römer stand, das älteste nnd festeste Castell der römischen Kriegsthätigkeit amUnterrhein, aus dessen Umwohnern in der Ebene sich eine Stadt bildete, der man den Na-men colonia trajana bald beilegt, bald bestreitet.' Sichtbare Ueberreste über der Erde ausder römischen Zeit haben sich ausser Strecken der Militärstrassen, Brunnen und der Erd-umwalluug eines ehemaligen Amphitheaters nicht erballen; klagt doch schon Pighius in sei-nem Hercules Prodicius, dass die römischen Fundamente ausgegraben würden, um den Tuff-slein zu gewinnen; die Nonnen des Klosters auf dem Fürslenberg verkauften zu demselbenZweck die letzten Thürme der römischen Veste, und im 17ten Jahrhundert nahm dieserErwerbszweig so überhand, dass es den Geistlichen ausdrücklich verboten ward, bei ihrenHäusern Tuffsteine auszugraben. So verschwanden die Bauten der Römer und die Palästeder Franken, und ihre letzten Rausteine ruhen in den Feslungsmauern von Wesel.

Aus den Trümmern dieser römischen Niederlassung, mag dieselbe nun ein beson-derer Name von der castra vetera getrennt haben oder nicht, erhob sich in fränkischerZeit die Stadt Xanten.

Wie gross bei den Franken die Verehrung der Reliquien der Märtyrer war, berich-tet Gregor von Tours und andere weitläufig. Den Roden von Xanten, Bonn und Cöln weihtedas erste Märtyrerblut, welches in Deutschland vergossen ward. Die thebaisebe Legion

1. Spenrath und Mooren: Alterthüml. Merkwürdigkeiten der Stadt Xanten etc. 3 tiefte 1837 und 1838.F. Fiedler: Denkmale von castra vetera und colonia trajana in Houbers Aiitiqiiarium zu Xanten. 1839.F. Fiedler: Geschichten und Alterthümer des unteren Germaniens. 1824.