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CALCAR.
Zugang zur hinteren. Wir verweisen zur Würdigung der Chorstühle überhaupt auf das zuTafel 111. 1. Gesagte. Die Felder der Rückwände sind zu obersl mit geschnitzten) Ranken-werk belegt, und in der unteren Hälfte gemustert durch punktirle Musler. Zur ersten Doppel-reihe (1) gehören zum Ahschluss der Enden der hinteren Sitzreihe die beiden Wangenslückela. Zum Endabschluss der vorderen niedrigeren Sitzreihe die Wangenstücke 3 und 6.Diejenigen 4 und 5 schliessen ebendieselbe beim mittleren Durchgange ab.
Für die zweite Doppelreihe (2) sind für die hinlere Wand wieder die hohen Wangen-stücke daneben gestellt (2a). Die Endabschlüsse der vorderen Reihe bilden 7 und 10, diemittleren Abschlüsse derselben 8 und 9. Unter den Consolen der Sitzbretter heben wir inder obersten Reihe von links ab 4 und S heraus; sie stellen Vögel dar, welche Wappen-schilder tragen. 6 ist eine dem ewigen Juden ähnliche Gestalt in laufender Stellung, sodass das rechte Rein auf der Fussspitze ruht; auf dem Rücken trägt er au einem Stockeinen Bündel und scheint mit Thierfellen bekleidet. Bei 10 finden wir einen spinnendenAffen. 5 in der vorderen Beihe zeigt wieder einen Wappenhalter, 8 eine Sirene, die sichim Spiegel sieht und kämmt, 9 einen Cenlaurcn mit der Keule. In der hinteren Beihedes zweiten Gestühles (2) zeigt 2 wiederum den Eierdrescher von Cleve und Emmerich,6 einen Hasen, der den Dudelsack bläst, und endlich die vorletzte Console der vorderenReihe ein Weib am Backofen. Das Wangenstück la. links hat in der Mitte einen Wappen-halter mit dem Wappen von Calcar. Unter den Figuren der anderen Wangenslücke ist be-sonders das von 9 merkwürdig. Auf demselben ruht nämlich eine in einem Buch schrei-bende männliche Figur mit Weiberbrüslen, Bocksfüssen, Flossen an den Beinen, Gesichternan Schullern und Knien und Augen an den Hüften.
Tafel XVI.
l.
Holzgeschnitzter Kronleuchter aus dem Anfang des 16len Jahrb., 15'hoch. Aus demunteren sechseckigen Holzknauf, in dessen 6 Nischen Abraham, lsaak, Jacob u. s. w. sichbefinden, entwindet sich um die Eigur der Madonna herum in geschnitztem Bankenwerk derStammbaum Christi. Die eisernen Arme zur Aufnahme der Lichter gehen von den Eckendes eckigen Holzkörpers aus. In früherer Zeit war dieser Leuchter vergoldet und versil-bert, jetzt ist er von neuester Hand polychromirl.
Altar sehr tiefen Reliefs, in Eichenholz geschnitzt, ohne Polychromie. In der Milleziemlich lebensgross die Mutter Anna und Maria, welche gemeinschaftlich den Jesusknabenhallen. Joseph tritt von der einen Seite mit einer Traube hinzu, während von der anderendie h. drei Könige sich nähern. Ueber dieser Darstellung erscheint Gott Vater mit musi-cirenden Engeln. Die Grösse beträgt circa 6' in Höhe und Breite, die Tiefe fast 2'.
3.
Im Dreieck angelegte silberne vergoldete Monstranz aus dem Ende des 14ten J. 31" hoch.