Druckschrift 
Die Mainzer Buchdruckerfamilie Schoeffer waehrend des 16. Jahrhunderts und deren Erzeugnisse zu Mainz, Worms, Strassburg und Venedig : enthaltend d. Drucke d. Johann Schoeffer 1503 - 1531, d. Peter Schoeffer d. Juengeren 1508 - 1542 u. d. Jvo Schoeffer 1531 - 1555
Entstehung
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106. DEr Römischen | K eiser liehen Maiestat | Erklärung,wie es der Reli = | gion halben, imm Heyligen | Reich, biss zu Auss-tieg dess | gemeynen Concilij gehalten | werden soll, vff dem Reicbss = |tag zu Augspurg, den XV . Maij, im M . D . XLV1II . | Jar publiciertvnnd eröffnet, vnnd von ge = | meynen Stenden angenommen . | ChristoAuspice | PLVS VLTRA. | Holzschnitt wie oben | Cum Gratia et Pri-uilegio Imperiali . | Rückseite leer.

Blatt 36 die Schlussschrift wie oben.Folio, 36 gez. Blätter. Zweite Ausgabe.Mainz Stadtbibliothek (a 157).Schaab I, 611 n. 293.

107. FORMVLA RE= | FORMATIONIS PER CAE- | SAREAMMAIESTATEM | Statibus Ecclesiasticis in Comitijs Augustanis ad de- |liberandum proposita, et ab eisdem, ut paci pub- | licae consulerent,et per eam Eeclesiarum, ac | Cleri sui utilitati commodius prouide - |rent, probata et recepta . | Lindenblättchen | Christo Auspice | PLVSVLTRA . | Holzschnitt: Kaiser zwischen zwei Säulen, wie öfter | CumGratia et Priuilegio Imperiali. | MOGVNTIAE, | Excudebat 1VOSCHOEFFER . | Rückseite leer.

Folio, 2 n. gez. Blätter + 22 gez. Blätter. Am Ende (22 Vor-seite) der Reichsadler zwischen Säulen wie öfter, Rückseite leer. 0. J(1548). Blatt 21 Vorseite grosse Querdruckermarke.')

1) Davon erschien eine amtliche provisorische Ausgabe: Formula re-formationis per Caesaream Majestatem statibus ecclesiasticis in comitiis Augu-stanis ad deliberaudum proposita et ab eisdem recepta. 0. 0. u. J. u. F. (Augs-burg P. Ulhard 154b.) Im Zusammenhange mit obiger Augsburger Ausgabeder Declaratio zusammen (19 n. gez. Blätter folio. Mit Druckermarko.

Ueber diese und Schoeffers Ausgabe folgende Einzelnheiten. Am 15. Mai1548 wurde das Interim abgegeben, am 4. Juni 1548 übergab der Kaiser dengeistlichen Reichsständen die Formula reformationis zur Einsicht, am 23. Junireichten diese Stände ihr Gutachten ein, worauf der Kaiser den Abschieddes Augsburger Reichstags, wozu auch die formula reformationis gehörte,durch den Druck zu veröffentlichen beschloss und demselben eine hieraufbezügliche Einleitung gab. Diese provisorischen Ausgaben sind die in denNoten zu Nr. 104, 105 und 107 bezeichneten Augsburger Drucke. Am Samstagnach Ulrici 1548 schrieb Weihbischof Heiding von Mainz von Augsburg ausan den Mainzer Kurfürsten, das Exemplar der Reformation, welches nachMainz an den Hof abging, enthalte die Abänderungen und die oben erwähnteEinleitung des Kaisers nicht, und solle derselbe solches nicht eher druckenlassen, bis dessen Fassung abgeändert. (A.vanRecum, Einzelne Betrachtungenaus der Geschichte von Deutschland. Mainz 1790. 8 U . S. 181.) Auf Wunschder geistlichen Stände waren noch einzelne Stellen in der formula reforma-tionis geändert worden, die das an den Erzkanzler zum Drucke bestimmtejedenfalls handschriftliche Exemplar nicht besass und damit nicht die end-gültige amtliche Fassung darbot. Am 10. Juli 1548 versprach Heiding demKurfürsten von Mainz ein gedrucktes Exemplar mit des Kaisers Einleitungsenden zu wollen (v. Recum a. a. 0. S. 182). Man hatte demnach unterdessendie Drucklegung in Augsburg beschlossen. Am Tage vigilia Jacobi apostoli(24. Juli) 1548 sandte Heiding von Augsburg aus au den Kurfürsten zwei

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