IX
Bekanntschaft mit ihnen allen zur notwendigen Voraussetzung hat, als einehlosse Aufzählung, die mühelos aus Regesten oder z. B. aus Zeerleder unddem Züricher Urkundenbuche hätte nachgeschrieben werden können.
Der Charakter der Auswahl und der beabsichtigten Zweckmässigkeit,nicht aber des Princips beherrscht also nicht Mos die Gesamtanlage, son-dern auch die Zutaten zu den einzelnen Stücken. Ich denke, man wird selbstfür alle Zwecke mit den aufgeführten älteren Drucken auskommen oder dochweiterkommen können. —
In einem ganz unverhofften Masse hat das Publicum Südwestdeutsch-lands iind noch mehr das der geschichtsfrohen Schweiz dem Buche über dieHerzoge von Zäliringen lebhaften und freundlichen Anteil entgegengebracht,so dass ich nur mit Vergnügen über die Mahnung der Karlsruher Zeitungquittieren kann: „Unseres Erachtens wäre eine schlichtere Sprache in einemWerke, das doch in erster Reihe ein wissenschaftliches sein soll und sich erstin zweiter Reihe an ein grösseres Publicum wendet, mehr am Platze gewesen" .So arg ist es übrigens mit der „an einigen Stellen geradezu poetischen Fär-bung" auch nicht gerade und vor allem bestreite ich im Voraus die etwaigeDeutung: zu irgend einer wissenschaftlich nicht gerechtfertigten Wendungdurch das Bestreben verführt worden zu sein, meinem Vertrage mit der bad.bist. Commission gerecht zu werden, der in gewiss richtiger Betonung derZwecke der Commission eine Abfassung „in füessender Sprache" ausdrück-lich gefordert hatte. Desto woler wird sich, wie ich hoffe, der Recensent derKarlsruher Zeitung bei diesem Hefte und seinen Urkundentexten nebst Re-gister fühlen.
Es würde mir eine grosse Freude sein, einen Teil von dem herzlichenund fast beschämten Gefühle des Dankes für die bisherige Aufnahme derGHZ. durch weiteren sorglichen Ausbau und möglichste Verbesserung desdoch nur in notgedrungener Eile und unter mancher Mühsal abgefasstenBuches in einer neuen Gestalt abtragen zu können. Daher denke ich zunächst,ausser meinen eigenen in Ruhe angesammelten Aenderungen, die Beiträgeund Einwände der Kritik und der auf dem gleichen Gebiete arbeitendenForscher dankbar ad acta nehmen zu sollen. Nur wo in Puncten, die einlebhafteres Interesse auch für das Publicum oder einen Teil davon haben, aufGrund anderer Aufstellungen sich mir unhaltbar erscheinende Ansichteneinnisten könnten, halte ich es für Pflicht dagegen schon früher Front zu