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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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579
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Genealogisches. 579

nicht von den burgundischen Königen stammten. Nach Gisi's Beweisführung verhältes sich nämlich so (vgl. auch über Savoyen, Anz. f. Schweiz. Gesch. 1887, 121 ff.):

Bertha von Schwaben.1) Gem. K. Rudolf II von Burgund. 2) Ehebruch mit Graf Lothar v. Walbek.

K. Konrad. Adelheid

Herzog Rudolf.

K. Rudolf III.

Gem. K. Otto I. Gem. Irmengard.*

Gem. Irmengard.* Graf Bertold Graf Rudolf

(Wittwe Herzog Rudolfs.) ,-----»-----, .----------

Haus Graf KunoSavoyen.

Rudolf von Rheinfelden.Herzog Bertold. Agnes.

So führt die Ahnenreihe der Zähringer durch die Rheinfeldner hindurch zu denburgundischen Königen hinauf, sogar in doppelter, freilich jedesmal unvollkommenerWeise: der eine burgundische König (Rudolf II) ist als Hahnrei der Grossvater des erstenRheinfeldners, Grafen Rudolf, ein anderer (Rudolf HI) der Stiefvater desselben Grafen. ---Eine zweite Verbindung führt durch Richwara (vgl. oben S. 94 f.) über Hermann H vonSchwaben und seine Gemahlin Gerberga von Burgund zu dessen Königen hinauf. DerenVerwandtschaft mit den Capetingern ist ja bekannt. Diese Verbindung würde sogar diestichhaltigere sein, wenn Richwara's Abkunft durch mehr als die scharfsinnige und höchstwahrscheinliche Hypothese Baumann's gesichert wäre. Umgekehrt freilich könnte manauch sagen: als die bessere Verbindung mit den burgundischen Königen sichert der "Wegüber Richwara zugleich deren Abkunft, wie sie Baumann aufgestellt hat, aufs Neue.Andererseits aber geht, da Rudolf von Rheinfelden, der Gegenkönig, SchwiegersohnKaiser Heinrich's HI wurde, ungenau auch die zähringische Verbindung widerum überGisela zu Gerberga und so zu den burgundischen Königen. Man könnte noch andereWege finden, aber der über Burgund ist wohl vorzuziehen.

Entgegen Gisi's (und Krüger's) erledigter Theorie, dass die Zähringer denLandoldlzum Ahnen im Mannesstamme gehabt haben, ist, um Allem vorzubeugen, noch eines zusagen. Die Angabe der um 1300 verfassten Colmarer Annalen MGSS. XVH, 225 (s. a. 240):Rudolf von Habsburg sei de stirpe (und de progenie) der Zähringer gewesen, schliesstdurchaus nicht aus, dass der Annalist ganz richtig gewusst hat und auch wohl nur hat sagenwollen, Rudolf habe durch seine kyburgische Mutter und zähringische Grossmutter hin-durch die ausgestorbenen berühmten Herzöge zu Ahnen gehabt und ihnen mittelbar eingutes Stück seines Landbesitzes verdankt. Der umsichtige Gisi denkt hieran selber schon,hält aber doch an der männlichen Ahnenschaft fest, da Graf Rudolf, der GrossvaterRudolf's von Rheinfelden von dem Weingartner Genealogen als parens Zaringiorum be-zeichnet werde, was Gisi so zu deuten vorzieht, dass des Grafen Rudolf's Schwester diezweite Gemahlin Landold's I nach der Nellenburgerin Liutgard gewesen sei. Dass demWeingartner sein Zusatz aus viel jüngerer Kenntniss nahe lag, ist schon vorhin er-wähnt worden; dass aber er selbst den Zusatz erst gemacht hat, ihn nicht schon in älterenQuellen fand, beweist sich einfach dadurch, dass man vor 1100 überhaupt nicht vonHerzögen von Zähringen sprechen konnte und dass das mundgerecht gewordenedie

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