578 Genealogisches.
Desshalb nahm ich schon oben (S. 159, Anm. 531) nur eine Verschwägerung mit ihnen an.Sie muss dann sehr früh fallen, denn von Bertold I an kennen wir doch wohl (mit Aus-nahme etwa in ganz zarter Jugend gestorbener Kinder) die Mitglieder des Hauses. Siemüsste spätestens in die Generation „Hesso Gem. Guta" fallen. Das würde zugleich zudem Namen von dieses Hesso Sohn Bertold Nicolaus passen, der ohne bekannte Erbenbleibt (der Einsiedler Eintrag, oben citirt, bedeutet doch wohl: er starb als adolescens)und dessen Hauptname mit der folgenden Generation von den Nimburgern energisch fort-gesetzt wird. In dieser Frage bleibt freilich noch genug Dunkel. — Bedenken entstehennoch: wesshalb beanspruchten die Uesenberger das verkaufte Nimburger Erbe nicht? Viel-leicht that es der Herzog nur, weil es die Uesenberger nicht thaten. Glück hatte ja auchnicht einmal er damit. Zudem ist nicht gesagt, dass nicht einiges von den Nimburgernnicht verkaufte Gut in dem späteren Uesenbergischen steckt.
Noch ein paar verwandtschaftliche Fragen, deren Besprechung im Text störendunterbrochen hätte, liegen zur Erledigung vor. "Wie konnte die Scheidung Glementia'svon Zähringen von Heinrich dem Löwen auf Grund zu naher Verwandtschaft erfolgen?
Die Hist. Welforum "Weingartensis (SA. Mon. Weif. 17) ergiebt, geprüft durchGisi's Untersuchung über die Oehninger und Bheinfeldner (Anz. f. Schweiz. Gesch. 1887,S. 25ff.) und weitergeführt aus sonstigen Ergebnissen:
Graf Kuno von Oehningen.
Ida ~N N.
Gem. Rudolf JJ Gem. Graf Rudolf I.
WelfH. Graf Kuno.
Kunigunde, Gem. Rudolf von Rheinfelden,
Azzo von Este. Gegenkönig.
Weif IV (I). Agnes, Gem. H.
Bertold II von Zähringen.
Heinrich der Schwarze.
Herzog
Heinrich der Stolze. Konrad von Zähringen.
Heinrich der Löwe. dementia.
Dass Kaiser Friedrich I und Heinrich eine zum Behuf der Scheidung geeignetereGeschlechtstafel gehabt haben, glaube ich nicht. Und zwar desswegen nicht, weil ganzkurz nach der vollzogenen Scheidung der Weingartner Genealoge seine Arbeit begann.Mit dem, was in dieser richtig ist, deckt sich der Anfang obiger Tafel. Also über diekürzlich wichtig gewordenen Verwandtschaftsverhältnisse der Weifen und Zähringer warer unterrichtet und zwar in der einen Richtung: die durch die Rheinfeldner hindurchführte. Und weiter: erst durch die vorhergegangene Scheidung begreift sich recht, wess-halb -der Weifengenealoge bei dem nur flüchtig berührten burgundischen Grafen Rudolfanmerkte: quidem de Rinveldin, parens Zaringiorum. Man kann es wohl sagen: derweifische Schriftsteller benutzte mit das für die Scheidung beigebrachte genealogischeMaterial. —
Herzog Bertold IV schreibt dem König von Frankreich (vgl. oben S. 374), sie seienBeide blutsverwandt. Das geht auch über die Rheinfelder, die — wenn auch eigentlich