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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
577
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Genealogisches. 577

2 Hufen an Kl. Einsiedeln (1. c. 353) und Landold gab noch weiteres Gut zum Eintausch(Rücktausch ?) von Meilen (1. c. 349). So treten also aufs Neue Nellenburgische Bezügeein. Leider fehlt mir Material, um zu sehen, ob und wie man allen diesen Fäden nach-gehen kann.

Wo war Hesso Graf ? Ich finde (auch nicht in der Schweiz) nichts' besser Passendes,als den Sülichgau (Baumann, Gaugrafschaften S. 129ff.), wo 888 Eberhard, 1007 Hessinus(WUB. I 129), 1057 Hesso Grafen waren. In diesen Gau gehört auch der Stammsitz dervon Entringen, zu deren Familie auch die (+ 1094) "Willebirg gehörte, die (vgl. die Landol-dingertafel) einen Gerung heirathete. Wenn der Sülichgaugraf Eberhard ein Vorfahrder Hesso's war, so würde das das Vorkommen dieses Namens bei der Eichstettener Liniedes Dietrich-Hesso-Hauses leichter erklären, als ein Nellenburgischer Bezug.

Umrisse der eigentlichen Ergebnisse: von einer um Kaiserstuhl a/Rh. herum be-güterten edlen Familie, der auch ein Graf Hesso angehört, stammen her als dessen undseiner Gemahlin Gisela Söhne Hesso von Blansingen und Gerung, die auch im BreisgauBesitz haben. Hesso's Nachkomme ist der Mitstifter von St. Georgen [er heisst vielleichtHesso von Schlatt]; Gerung's Familie, aus der einer 1067 Klettgaugraf ist, nennt sich amEnde des 11. Jahrhundert (schon 1087) nach Rüdlingen. Derselben Familie gehören dieNachkommen Dietrich's an, die Uesenberger und Nimburger. Das Besitzverhältniss liegtso, dass die Nachkommen Dietrich's wenig Besitz in der Heimath behalten, ihr Hauptgutum den Kaiserstuhl (die Gebirgsinsel im breisgauischen Rheinthal) erst erlangen, währenddie Gruppe mit den Gerungen und mit Hesso von Blansingen und Hesso (dem St. Georgener)[von Schlatt?] im Breisgau wenig, die grösseren Liegenschaften am oberen Rhein, um denOrt Kaiserstuhl herum, besitzt.

Wenn eine gewisse Uebersiedlung geschah, muss sie (wegen der Betheiligung desganzen bekannten Hauses daran) früh, noch vor Dietrich geschehen sein, fallt also ambesten in die Zeit nach Guntram's Sturz.

Der Name Dietrich kann vielleicht noch zu weiterer Auskunft führen. Bei denjüngeren Nellenburgern (Dietrich von Bürglen oder von Neuenbürg) kommt er vor.

Dass die Nimburger seit 1100 ständig, die Uesenberger einmal gelegentlich denGrafentitel in Anspruch nehmen, passt zu ihrer Abkunft, mag aber durch anderen, neuenAnlass befördert sein.

Ein blosser Versuch ist die nebenstehende Uebersichtstafel der wichtigeren Ge-nannten, die den Altersverhältnissen allerdings gerecht würde:

Graf HessoGem. Hildegard

Graf HessoGem. Gisela

Dietrich

Gerung

1

Hesso von Blansingen Hesso

Graf Gerung.

Hesso, Mitstifter von HessoSt. Georgen. Gem. Guta.

Hesso Erlewin

Uesenberger. Nimburger.

Von den Zähringern führen also diese Ergebnisse noch immer weiter ab. Aber auchdas ist wichtig, dass sie nicht stammeseines mit den Uesenberg-Nimburgern waren.Heyck. 37