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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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564
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564 Genealogisches.

AufsatzeDer Ursprung der Häuser Zähringen und Habsburg" (Anz. 1888, S. 265 ff.)verfocht er sodann die früher von den Genealogen stets angenommene, aber nie mittüchtigen Beweisen gestützte und dann neuerdings bestrittene Identität des GrafenGuntram mit Guntramdem Reichen", der in der Genealogie aus Muri (hrsg. im Bd.IQ2b der QzSchwGesch. von P. Martin Kiem) als Stammvater des Hauses Habsburgüberliefert ist, mit welchem sich kurz vorher AI. Schulte'sHabsburger Studien" be-schäftigt hatten. Gleichzeitig mit Gisi eröffnete E.Krüger, Zur Herkunft der Habsburger,Jahrb. f. Schweiz. Gesch. XHI, durch seine eigene, unabhängig von Gisi gefundene, fürdie Identität der beiden Guntramne eintretende Beweisführung und durch seine weiterenDarlegungen für die Nachkommen dieses zweieinigen Guntram eine zu dem altelsässischenHerzogshause hinaufführende weite und lockende genealogische Aussicht. Schulte wandtesich darauf gegen diese von ihm selber aus dem Spiele gelassene Identität in einem AufsatzeZur Herkunft der Habsburger" MJÖG. X 208 ff. Er hob mit Recht hervor ich darfwohl als Zeugniss der in genealogischen Fragen so wichtigen Unvoreingenommenheiterwähnen, dass ich den von Schulto gefundenen Einwand auch sogleich bei mir erhobenhatte und dies Schulte gegenüber noch vor dem Erscheinen seiner Abwehr äusserte, dassdem verurtheilten Guntram nicht nur seine Lehen, sondern auch, was Krüger S. 516 zumBedarf seiner Darlegung in Abrede gestellt hatte, seine Eigengüter entzogen waren. DieseGegenausführungen, die hier nicht ausführlicher wiedergegeben werden sollen, sind ein-drücklich und schwerwiegend genug. Und doch um das zu sagen, wurde oben jene per-sönliche Bemerkung gemacht: ich halte es trotz der "Widerlegung einesHauptbeweises fürwahrscheinlich, dass, wer noch einmal auf Krüger's und zumal Gisi's in so Vielem berechtigteund im Gesammteindruck gefangen nehmende Darlegungen zurückkommen wird, gerademit der durch Schulte veranlassten grösseren Vorsicht eine stichhaltige Lösung doch imSinne der von jenen Beiden allerdings etwas zu sanguinisch begründeten Theorie findenwird. Die Dürftigkeit der Nachrichten über Personen, Familien und Besitzverhältnissedes 10. Jahrhunderts mahnt gewiss in erster Linie von übereilten Vermuthungen übersolche ab. Aber sie lässt es auch wieder zu oder fordert es sogar, hier und da einmal zubedenken, dass Dinge geschehen sein können, geeignet, die in einem Puncte vorliegendeAnstössigkeit einer sonst allseitig gefälligen Gedankenverbindung zu heben, Dinge, über diedann eben zufällig auch keine Kunde auf uns überliefert worden ist. Kam doch (inParallele zu der Guntramfrage) auch das Haus der Burkarde in Schwaben nach der völligenNiederlage und Verarmung i. J. 911 rasch wieder empor. Ja, den ersten practisch brauch-baren Hinweis zur weiteren Lösung der Guntramfrage im Sinne der Identität giebtNiemand anders als Schulte selber, 1. c. 214f. Im Ganzen genommen, liest sich dieKritik, die dieser sorgfältige Historiker erhebt, nicht eigentlich wie Opposition, sonderneher wie Resignation.

Der aus der Genealogie von Muri gewonnene, von Kiem und Schulte behandelteStammbaum hat als älteste Glieder, worüber kein Streit ist:

' Guntram der Reiche

I . TLanzelin I

Lanzelinll Radbot, Rudolf, Werner,

(bisher ohne erwiesene Stammvater der Stifter von B. v. Strassburg.

Nachkommen). Habsburger. Ottmarsheim.