504 Klostervogteien.
Breisgau nach Erbrecht gefolgt ist, sie durch die Vogtei innegehabt oderAnderen zu schirmen übertragen hatte." Aus Egeno's Nachkommen solleder jeweilige Erbe von Burg und Stadt Freiburg diese Vogtei übertragenerhalten. PUB. I 155 f., zur Zeitbestimmung ib. 157 Anm. 1,
St. Georgen auf dem Schwarzwalde.Vgl. S. 178, 229, 236 f., 263f., 403f, 423ff. Nach 1218 nahm K.Frie-drich II die zähringische Vogtei an das Reich und belieh danach mit ihr die Frei-herren von Falkenstein. Vgl. die Casus mon. Villingani in den klostergeschicht-lichen Collectaneen des P. Gallus Mezler im Freib. Diöc.-Arch. XV 243.
St. Blasien.
Vgl. S. 265, 281 f., 298 f., 320f., 384, 389, 416, 429. Auch diese Vogteiwurde in derselben Weise 1218 vom Reiche eingezogen. Vgl. über dasWeitere übersichtlich A. Schulte, Habsburger Studien, MJÖG. VIII 538ff.
Die St. Blasische Untervogtei zu Todtnau und Schönau im Wiesenthalverdankten die von Staufen, Ministerialen der Zähringer, sicher zunächstdiesen. Nach 1218 erhielten sie sie dementsprechend vom Reiche zu Lehn,vgl. Zs. I 200 ff.
Die Markgrafen waren im 13./14. Jahrhundert Inhaber St. BlasischerUntervogteien im Breisgau, doch ohne dass eine Vermittlung der Herzögedafür nahe läge.
Interlaken.Vgl. S. 306, 393, 411. Die S. 393 erwähnte St. 4141 von 1173 über-nimmt die Worte von 1146: advocaliam a prefato duce relentam, ohneden unmittelbaren Bezug auf den Herzog Konrad durch die ErwähnungBertold's IV, der bei der Verleihung der Urkunde anwesend war, richtig zustellen. St. 4362 von 1183 für Interlaken nennt Bertold IV zweimal als zuGunsten des Klosters zustimmend (s. u. zu „Iseltwald"), unterlässt es aber,ihn als dessen Vogt zu bezeichnen. Dann die zwei Jahre nach Bertold'sTode verliehene Urk. Friedrich's II, B.-F. 1090, nennt keinen Inhaber derVogtei und erneuert nur mit den alten Wendungen das freie Besetzungsrechtder Vogtei ohne Vererbungsrechte des Inhabers. 1223 bekannte Waltervon Eschenbach, auf die Vogtei lediglich durch Verleihung K. Frie-drich's II ein Recht zu haben. Ein Jahr später gelang dem Kloster, dieseVogteiansprüche ganz abzuschütteln und unter den Schutz Berns gestelltzu werden (F. r. Bern. H. 42 und 43f.) Auch noch 1226 nährten dieKlosterinsassen trübe Erinnerungen. Bertold von Eschenbach, der Sohn desWalter von Eschenbach und Ida's, der Letzten aus dem Geschlecht der vonOberhofen, hatte damals inständigst bei dem von seinen mütterlichenVorfahren begründeten Kloster darum nachgesucht, dass es ihn selbst zum