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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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493
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Uebersicht. 493

bacher zu Villingen zugestanden hatte, und schenkt dem Kloster dieHerzogs-wiese" (pratum ducis) bei dessen Besitz zu Roggenbach (BA. Villingen, beiUnterkirnach). Einer der beiden Egeno von Urach selber steht als Zeugeunter dieser zu Hagenau ausgegebenen Urkunde, die sich also auf dem Bodendes Ulmer Vertrages bewegen muss.

Wahrscheinlich hat der Uracher hier zu Hagenau, wo er auch noch am26. und 28. März verweilte (B.-F. 1003 u. 1006), Entschädigungen gesucht,die ihm nicht in gehofftem Maasse wurden. Denn im Sommer des Jahres er-hob er sich in offener Fehde gegen den König. Ob ihm sein KyburgischerSchwager beistand, ist unerkennbar und könnte nur daraus geschlossen werden,dass eine Urkunde (B.-F. 1048) erhalten ist, in welcher Friedrich die StadtFreiburg i/Ü. am gleichen Tage wieder zu Gnaden annimmt (am 6. Sept. 1219),wie den Egeno selber. Für letzteren hatte die Fehde, die sonst ganz imDunklen bleibt, den Nachtheil mit sich gebracht, dass (vgl. B.-F. 1047) ausder Stadt Freiburg und anderen Orten Egeno's seine und seiner MinisterialenLeute in empfindlicher Anzahl in die königlichen Städte ausgewandert waren.Also hatte schon der Ulmer Vertrag die Uracher in dem breisgauischen Allodals Herren belassen, da Freiburg genannt ist und die königlichen Städte,an die abgesehen von Villingen in erster Linie zu denken ist, Breisach,Colmar, vielleicht auch Neuenburg a/Rh. (s. unter diesen Namen bei denEinzelorten) in dieselbe Richtung weisen. Dem König lag zur Zeit wegenseiner Romfahrt daran, in Deutschland möglichst bald Ordnung und Ruhezu haben (vgl. Winkelmann 27) und so war er jetzt, nachdem eine Annäherungherbeigeführt war, zu Abtretungen an Egeno bereit. Möglicherweise ist dieseAnnäherung durch den Cardinal Konrad von Urach, Egeno's V Bruder, mitherbeigeführt worden, da der Cardinal sich am 7. Aug. 1219 bei PapstHonorius HI in Rieti befand (FUB. I 91) und Friedrich später schrieb (inB.-F. 1143), er habe dem Papste zu Gefallen Egeno verziehen, der dafürVerpflichtungen auf sich nahm, in welche sich der Cardinal Konrad späterauch einmischte. Nachdem am 6. Sept. dem dringlichsten Uebelstande, derAuswanderung der Urach'schen Leute in die königlichen Städte gesteuert undihre Rückgängigmachung angeordnet war (B.-F. 1047), kam dann, nachdemauch Heinrich von Neifen (B.-F. 1050, 1052, 1053, 1055, 1057) und GrafUlrich von Kyburg (ib. 1052), auch der schon als grosser Herr im Breisgau,wenn nicht anders, mit interessirte Herr von Uesenberg (ib. 1052), mit demFriedrich am 23. Nov. 1218 auf Mahlberg zusammengekommen war, inHagenau eingetroffen waren, dort am 18. Sept. der Abschluss (B.-F. 1056)zu Stande. Der König trat die von ihm den Herzögen von Teck abgekauftenErbrechte und Güter an Egeno zu Eigenthum ab. (Der Uracher mochte wohl,worauf es freilch jetzt nicht mehr ankam, inzwischen gegen diese Teck'schenErbrechte Richtigstellungen vorgebracht haben, da Friedrich's Urkunde den