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von ihm scheiden, das er den Cisterciensern hinterlassen hat und das inderen einseitiger Ausmalung, bis heute im Grossen und Ganzen unbestritten,das geschichtliche Andenken Bertold's V beherrscht hat.
Ueber das Aeussere Herzog Bertold's V hat keine Quelle etwas bewahrt.Neuere Darsteller sprechen von seinem hohen "Wuchs, seinem strengen Antlitz.Aber es zeigt sich sogleich, dass dieses Bild aus der Betrachtung der imFreiburger Münster befindlichen überlebensgrossen Statue, die auf dem Sarg-deckel in Ganzrelief ruhte, und aus der Schilderung der Cistercienser vonseinem harten Wesen zusammengeflossen ist. Der böse Herzog aber biegtauf dieser Grabdarstellung die Hände zu stillem Gebet.
Der ursprüngliche Begräbnissort des Herzogs scheint sich im Chor deralten romanischen Freiburger Kirche befunden zu haben. Etwas ganz Ge-sichertes und Genaues wird wohl nie über den Antheil der Zähringer ander Baugeschichte des Gotteshauses gesagt werden können. Dass unterHerzog Konrad, dem Gründer Freiburgs, schon ein Bethaus zu Freiburgstand, erfuhren wir aus zweierlei Berichten; und ihm hat die Ueberlieferungden Bau der Kirche ja auch belassen, obwohl sie die Gründung der Stadtselbst auf seinen Bruder übertragen hat. Dass Konrad als der Erbauer derKirche oder vielmehr sogar des gothischen Münsters in der Tradition dasteht,mag er dem Umstände verdanken, dass sich dieser spätere Münsterbau ge-schichtlich an den Grafen Konrad knüpft; denn die Ueberlieferung hat die inFreiburg regierenden Herzöge und Grafen auch sonst vielfach durch einandergeworfen. Auf jeden Fall ist der jetzige herrliche Bau, soweit er gothischist, d. h. mit Ausnahme des (niedrigeren) romanischen Querschiffs, nach-zähringisch. Und desshalb haben auch die Gebeine Herzog Bertold's V beimUmbau des Chors, d. h. verhältnissmässig spät, ihre Ruhestätte verlassenmüssen; man hat die Gruftdecke zu einer Altarplatte verwandt und dieursprünglich darauf liegende Statue des Herzogs, in der die Grafenzeit seinAndenken fortbewahrte, im südlichen Seitenschiffe des damals längst vol-lendeten neuen Langhauses stehend aufgerichtet 14i7 .
Bertold's V Gemahlin war dementia, die Tochter des Grafen Stephanvon Auxonne und der Beatrix von Chalon 1448 . Wann die Ehe geschlossen
1447 Eine Abbildung (Linienstich) bei Schöpflin I neben S. 160, sowie (in Holz-schnitt) bei Ed. v. Rhodt, Bernische Stadtgeschichte, Bern 1886. — Simler hat denaltzeitgenössisch klingenden Gedenkvers:
Dum bis sexcentis ter senus iungitur annusIn Friburg moritur Berchtoldus dux Alemannus.— Ueber die Gruft und den Münsterbau vgl. das Münster selbst und die Zusammen-stellungen und Ausführungen von J. Marmon, Unserer lieben Frauen Münster zu Frei-burg im Breisgau. Freiburg 1878, S. 150ff. und König im Freib. D.-A. XV 247ff.
1448 Diese Abkunft stellt die Urk. K. Heinrich's (VII) vom 28. Dec. 1224 B.-F. 3953und ferner B.-F. 2101 von 1235 fest. Ueber Clementia's Mutter vgl. Chifflet, Lettre