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zu Ehren ihres Erbauers aufgehängt, bis gegen das Ende des 17. Jahr-hunderts hat sie in ihren Münzen durch deren Umschrift den Stiftergeehrt 1434 , am Zeitglockenthurra durch eine Inschrift seiner 1770 widerumgedacht 1435 . Die neueste Zeit baut eigene Burgen, aber versucht doch auchin ihnen noch pietätvoll zu sein; so künden denn zu Bern, wie zu Freiburgim Breisgau und bis in jüngere Zeit auch im üchtländischen Freiburg dieLettern eines „Zähringerhofes" den noch immer selbst der Alltagserinnerungnicht erloschenen Namen des städtegründenden und bürgerfreundlichen Ge-schlechtes 1435 ". Und auf der herrlichen Münsterterrasse zu Bern erhebtsich des Herzogs eherne Figur, den fabelhaften Bären zur Seite.
Ein anderes ist das Gedenken, das Bertold V einzelnen geistlichenStiftungen hinterlassen hat. Den „grausamsten Herzog" nannten ihn dieThenenbacher 1436 ; auch der Bischof von Lausanne, Bertold von Neuenburg,sprach es 1220 aus, dass der Herzog im Bisthum Lausanne „Rauben undSengen, Morden, Schädigen am Leibe und Verstümmeln der Glieder nichtallein an Laien, sondern auch an Klerikern und Priestern" geübt habe 1437 .Alberich von Troisfontaines erfuhr schreckliche Dinge, die über sein Endeund seine Verdammniss erzählt wurden 1438 . Und auch in des Caesarius vonHeisterbach unerschöpfliches Mirakelbuch 1439 sind diese durch das Reich
1484 Berchtoldus dux Zaeringiae conditor (oder fundator). Vgl.WurstembergerII333.
i486 Berchtoldus dux Zaering. rector Burgund. urbis conditor turrim et portam fecitanno MGXGI. et renovatu MDGCLXX.
i486 a y?{ e yj e i an ,j er Ueberlieferung Wahres ist, die auch Burgdorf, Murten, Thun,Aarberg, Laupen, Gümminen, Büren, Ifferten (Yverdon), Morsee und Milden (Moudon)durch Bertold IV u. V zu Städten gemacht werden lässt, kann vielleicht eine grosse undumfassende Untersuchung der von Freiburg i/B. in weiter Verzweigung übertragenenStadtrechte noch einmal herausbringen. Dierauer, Gesch. d. Schweiz. Eidgenossen-schaft (in Heeren u. Ukert's Sammlung) Gotha 1887, 1 S. 59f. meint: „sicher ist nur", dassBertold V diese Städte begünstigte und förderte. Vgl. auch „Aemter u. Besitzungen".
i486 ir re ii3 # Diöc.-Arch. XIV 86: crudelissimum.
1487 Schöpflin 1 159. MDSR. VII 31. F. r. Bern. II 18.
1488 Albericus MGSS. XXTTT 907. de cuius interitu et damnationc multa refere-bantur auditu horribilia.
1489 Dialogus miraculorum ed. Strange II 325, vgl. auch II 236. Caesarius war wieAlberich Cistercienser, so dass vielleicht anzunehmen ist, dass diese Erzählungen irgendwievon den am ärgsten klagenden Thenenbachern herrührten und ihre Verbreitung sich inder Hauptsache doch auf die Cistercienserwelt beschränkte. Vgl. auch die folgenden An-merkungen. — Oberrheinische Chronik (ed. Grieshaber, Rastatt 1850) S. XII f.: derwunderlich herzog von Zeringen. —Auch J. Baechtold, der letzte Zähringer, Anzeigerf. Schweiz. Gesch. N. F. II berichtet über diese Sagen. — Die Sage „der VersteinerteHerzog" bei H. Schreiber, die Volkssagen der Stadt Freiburg i/B. und ihrer Umgegend.Freiburg 1867. (Gedicht von Schnetzler.) — Nachtr.: Vgl. auch E. Krüger, eine Ehren-rettung Berchtold's V, des letzten Zähringers, in der Badischen Landeszeitung 1890, einFeuilleton, das sich gegen die in den Zwiefaltener Annalen des P. Arsenius Colger (1692,