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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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477
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Der Thenenbacher Abt auf dem Freiburger Schlosse. 477

aber er wünschte auch die anderer und von Herzog Bertold von Zähringenund Leopold von Oesterreich ist der übersandte Willebrief aufbewahrt 1422 ,der ihre mit der Begründung gegebene Zustimmung enthält, dass der Vertragdem Reiche noch nützlicher als dem Bisthum scheine. Uebrigens war Ber-told hier in einer Sache zugezogen worden und hatte ihr zugestimmt, dienicht nach dem Sinne der Geistlichkeit des Reiches war; denn nach demSpruche, der durch sie am 15. Mai 1216 herbeigeführt wurde, musste derTausch wieder rückgängig gemacht werden 142s .

Mit dem neuen Bischof von Lausanne, Bertold von Neuenburg, treffenwir den Herzog in gutem Vernehmen. Am Martinstag (11. Nov.) 1216halfen beide gemeinschaftlich eine Entschädigungsangelegenheit für Frienis-berg zu Ende bringen. Ein neuenburgischer Ritter, dessen Familie bei derAbtheilung der neuenburgischen Ministerialen dem Bischöfe zugetheiltwar l424 , Kuno von Pheit, hatte jenem Kloster Rinder und Pferde entführtund sonstigen Schaden zugefügt, zu dessen Ersatz er ihm nunmehr durchdie Hand des Herzogs Bertold sein Eigengut Weingarten mit allem Zubehörals freies Geschenk überwies. An die darüber aufgenommene Urkundehingen beide Bertolde, Bischof und Herzog, der letztere hier wieder mit demTitel einesHerzogs und Rectors von Burgund" ihre Siegel; von sonstigenAnwesenden werden der Pleban von Spiez, die neuenburgischen 1425 RitterBurchard von Moringen, Heinrich von Winterstetten und Peter von Werd;Ulrich Seih, Johannes von Pizingen, Ulrich Dietegen und sein BruderImo, der Caplan Kuno vonBurgulon" und Andere von dort [so war Bürglen(an der Zihl) wohl der Ort der Handlung], Peter von Schupfen und derMeier Peter von Affoltern genannt 1426 .

Am Anfang des April 1217 ritt Bertold noch einmal zum König, beiwelchem er jedoch in der letzten Zeit gewissermassen vertreten gewesenwar durch die vielfach am Hofe erscheinenden und den König begleitenden

H22 ipjj_ Ried, Cod. episcopatus Ratisbon. Regensb. 1816. 1 309ff. In nomine Do-mini. Ego Berhtoldus Bei gracia dux Zaeringie. Noverint ....... Assensum nostrum

aähibemus, ratum ipsum habentes et assensum nostrum presenti scripto et sigillo nostropublice protestamur. Die Urk. ist nach ganz derselben Vorlage, wie die Leopold's, ent-worfen.

1423 Winkelmann II 435; B.-F. 863.

um Yg]_ y. r. Bern. I 574 zu 1214: Ulricus de Pheit. Nur durch dessen Aufführungin derTheilungsliste erfährt man, dass die Pheit, also auch der im Text vorkommende Kuno,neuenb. Ministerialen waren.

1425 Vgl. ibid.

1428 Soloth. Wbl. 1828, S. 502; Zeerleder I 179f.; F. r. Bern. I 516. "Wenn Gin-gins MDSR. I 129 den Ritter als vassäl du Eecteur bezeichnet, so kann das wenigstensnicht für Weingarten sein, das ausdrücklich als allodium bezeichnet wird. Bertold Vgreift hier vielmehr als Landesherr, Rector, schlichtend ein. Gingins übersah wohl dasneuenburgische Verhältniss der Pheit. Herzog Bertold's Siegel fehlt an der Urk.