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und fröhlichem Treiben; manche spielten und würfelten, andere übtenReigentänze und sangen die Freude der Welt zum Orgelspiel in fröhlichenLiedern. Es lässt sich nachempfinden, wie schmerzlich den noch ganz unterden Concilseindrücken stehenden ernsten Cistercienser dies Treiben umden Herzog her berührt, an welchem widerum Andere ihre Freude habenwerden. Flüchtige Begrüssung, dann geht Bertold dem Neffen mit hastigenFragen nach den Dingen in Rom zu Leibe, vor allem ob dort günstigoder ungünstig über ihn gesprochen worden sei, denn er wisse wohl, dassin Deutschland und auch in wälschen Gebieten übles Gerede über ihn gehe.Den Abt drängt es, wieder hinauszukommen; denn seinem Sinne ist dieweltliche Pfalz das Gefängniss und die Einsamkeit das Paradies, so fasster sich kurz und sagt muthvoll dem Herzoge rund heraus: ich würde Heberwünschen, auf die Frage nicht antworten zu brauchen, denn, wenn ich euchdie "Wahrheit sage, kann ich kein Bote guter Nachricht sein. Der Herzoggeräth in Grimm und fährt ihn an: was denn das sei, über was er nichtreden wolle? So antwortet denn der Abt: Herr, ihr werdet des Makels desUnglaubens und tyrannischer Wuth bezichtigt, womit ihr lange Zeit undweithin Streit führt und Böses durch Unterdrückung schuldloser "Wittwenund Waisen begeht. Als der Herzog das hört, holt er in grösster Wuthalle Anwesenden heran und ruft: „Sagt doch, der Abt von Thenenbach istder schlimmste Häretiker", damit jagt er ihn aus seinen Augen und ver-sichert den Zurückbleibenden, wenn's nicht der Sohn seiner Schwester wäre,hätte er ihn vom Burgfelsen werfen lassen.
Von hier an aber sann der Herzog darauf, das Kloster Thenenbachauszutilgen. Seine Leute schleppten die feinbehauenen Quadersteine weg, diefür den Bau der [von Abt Bertold doch vollendeten] Kirche bereit lagen undschlugen den Mönchen bei der Weinlese die grossen Kelterfässer entzwei.So war wenigstens des Herzogs Befehl, aber seine Leute hatten Gottesfurchtund zerschlugen nur ein einziges leeres Fass, während sie die weingefülltenverschonten, so dass die Mönche sie an sicherem Orte bergen konnten. ZuWeiterem kam es nicht, denn der Tod, der Bertold abberief, hinderte ihn,das Kloster noch weiter zu vertilgen. — So viel aus der ThenenbacherAufzeichnung, in der noch einige Betrachtungen folgen.
Um den Anfang des Jahres 1216 wandte sich K. Friedrich in einerReichsangelegenheit an Bertold. Der König hatte nämlich mit dem Bischofvon Regensburg am 22. Dec. 1215 zu Eger einen Tausch vollzogen, durchden das Reich die Stadt Nördlingen sowie Propstei und Dorf Orngauerhielt und dafür die unmittelbaren Abteien Ober- und Niedermünster inRegensburg an dasBisthum übertrug. Freüich besass Friedrich zu dieser Ver-änderung im Reichsgut die Zustimmung der gerade anwesenden Fürsten 1421 ,
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