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lingen 1409 . Vorsichtig wandte sich das Zähringerhaus dem neu aufgehendenSterne des staufischen Namens, mit dem seine eigene Geschichte so engverschmolzen war, zu: nicht Bertold seihst trat in Verbindung mit demjungen erwählten König, aber Ulrich von Kyburg begrüsste diesen und em-pfing als Lohn des Erscheinens die verbürgte Zutheilung reicher Be-sitzungen aus Königs- und Staufergut. Friedrich hatte erkannt, was ihmder Kyburger werth sei; die Herren von Sax, Heinrich und sein fürsorglicherBruder, der Abt von St.. Gallen, die mit Friedrich in Constanz eingerittenwaren, sahen sich vorläufig überflügelt. Von Ulrich von Kyburg und Anderengeleitet, zog Friedrich den Rhein hinab und fand fast überall Anerken-nung 1410 . Zu Basel ward ihm ein froher Empfang und die Huldigungweiterer Fürsten; als er am 26. Sept. Hoftag hielt, umgaben ihn der Erz-bischof von Bari, die Bischöfe von Trient, Chur und Constanz, die schon mitihm gezogen waren, und Lutold von Basel, die Aebte von St. Gallen, Reichenauund Weissenburg, Ulrich von Kyburg, an den ersten Platz unter denGrafen gestellt, aus deren Stande noch Rudolf von Habsburg, Ludwig undHermann von Froburg und Werner von Hohenburg anwesend waren, fernerdie Herren von Wart, Rapperschwyl, Ramsperg und Andere. Herzog Ber-told selber, nach beiden Seiten hin gleich berechnend, war nicht erschienen.
Wie äusserst vorsichtig des Zähringers Politik war, zeigt der Umstand,dass Otto in diesen Gegenden gerade auf ihn allein noch sein Vertrauensetzte 14U . Während Friedrich nach Basel zog und dort weilte, zog nun Otto,von Bertold's Leuten beim Durchzug nicht behindert, dem festen Breisachzu, das in seiner Hand war 1412 und das in seiner vortrefflichen Lage inmittender Rheinebene ihm die Möglichkeit geben konnte, dem Weitereilen desStaufers Halt zu gebieten.
Ob bei der Einwohnerschaft Breisachs staufische oder etwa sonstige,zähringische Stimmungen zur Abwehr waren, bleibt im Unklaren. Jedenfallskam es zum Aufruhr in unmittelbarer Folge von abscheulichen Ausschrei-tungen der kaiserlichen Truppen gegen die weibliche Einwohnerschaft, derenRächer, so viele sie nur konnten, von jenen erschlugen. Der Kaiser sass mitdem Herrn von Uesenberg in einem Haufee der oberen Stadt (auf dem Felsen)— offenbar dem Burchard von Uesenberg in dem Baseler Vertrage von 1185vorbehaltenen Quartiere auf dem Breisacher Berg —■; als dem Uesenberger
1409 ygj vor a u em di e Ausführungen Meyer's von Knonau zu Konrad von Pfäffers,Anm. 116 ff.
1410 Alles dieses nach dem Chron. Ursperg. SA. 101.
1411 adhuc tarnen hdbens fiduciam in solo duce de Zeringen. Ann. Marbae. 173.
1418 Chron. Ursperg. SA. 101. Falls man nicht etwa aus den "Worten der an sichkundigeren Marbacher Annalen doch entnehmen will, dass Otto sich in dem zähringi-sche n Breisach festsetzen wollte.