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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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470
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470 1211. 1212.

zumal Bertold's Niederlage im Wallis erzählt wird. Aber er muss doch längereZeit gedauert haben, wenn unter der Zeit ein Hain emporwuchs.

Eine angenehme Nachricht war es für Herzog Bertold, dass am AnfangJanuar 1212 sein alter Widersacher, Bischof Roger, in die Hände päpstlicherBevollmächtigter, des Abts von Hautcret und des Priors zu St. Marien ab-dankte und am 13. desselben Monats ein Mitglied des Neuenburger Hausesund Bruder des mit Bertold's Nichte vermählten Ulrich, der Thesaurar Ber-told auf den bischöflichen Sitz durch einstimmige Wahl erhoben wurde U05 .

Kann nun nicht der unter den Augen des Abts von Hautcret geschlosseneFriede vom Oct. 1211 hiermit in Verbindung stehen? Wurde nicht etwaRoger zur Abdankung gezwungen 1 * 08 dem Herzog zu Gefallen, der an sichgegenüber diesem alten Widersacher im Recht befindlich sein mochte undden es galt, gegen Kaiser Otto für Rom, für den von Innocenz geschütztenneuen Bewerber um die Krone zu gewinnen ?

Die gegen Otto gerichtete Erhebung im Reiche hatte sich nämlich zu-nächst ohne einen Antheil Bertold's vollzogen. Er war nicht unter denFürsten gewesen, die im Sept. 1211 zu Nürnberg beschlossen, den Sohn Hein-rich's VI zum König zu wählen U07 . Es hatte eine Zeit gegeben,, in der

machte der Graf Wilhelm i. J. 1218 eine Seelen Stiftung. MDSR. 1 126 f. Aber ein Bezughieraus auf die Fehde von 1211 ist gar zu unsicher. Die Ueberlieferung ist am sorg-lichsten behandelt von Wurstemberger, Landschaft Bern, II 312 ff., doch nicht ohne Ver-sehen; daneben vgl. man auch die Zusammenstellung der F. r. Bern. I 507. Ein sicherer"Weg durch das Gestrüpp der Sage findet sich um so schwerer, als in der ganzen Ueber-lieferung die Ereignisse von 1190/91 u. 1211 durcheinandergehen.

1408 Chart. Laus. MDSR. VI 424f. infra octavamEpiphanie 1211. Das ist also 1212.Die Giltigkeit des Annunciationsstils in der Lausanner Diö'cese wird recht offenbar ib.421, wo auf eine Nachricht vom 18. Oct. 1211 eine vom 6. Jan.1211" folgt. Auch dieseStelle giebt Auskunft über die Vorgänge vor der Wahl und über Bertold von Neuenburg.Die Familienverhältnisse werden klar durch die Ministerialentheilung von 1214 F. r. Bern.I 514f.

1406 Chron. chart. Laus. MDSR. VI 45 heisst es allerdings, er dankte wegen Altersund Schwäche ab. Ein solcher Anstrich konnte der Sache ja auch gegeben worden sein.Immerhin überlebte Roger seinen herzoglichen Gegner und vollzog noch mancherleiRechtsgeschäfte, während er nach seiner Abdankung als Lausanner Domherr lebte; er starbam 5. März 1219 Chron. chart. Laus. ib. Das beweist aber denn auch deutlich genug,dass mit jener angeblichen Altersschwäche von 1212 etwas Anderes verdeckt wurde. Mankann sich schwer entschliessen, den Bischof Roger in der Fehde von 1211 auf der Seitedes Herzogs von Zähringen zu suchen, wie Wurstemberger II S. 311 meint. Schon oben(zu Anm. 1282) ward hervorgehoben, dass Thomas von Savoyen schwerlich in dieserFehde dem Bischof den Thurm von Ouchy zerstörte. Andererseits hatte freilich auchLausanne Rechte zu Milden, die Graf Thomas am 3. Juli 1219 als Nachfolger der GenferGrafen in der Inhaberschaft von dem damaligen Bischof Bertold zu Lehen nahm, Cibrario,Storia . . . di Savoia, I 261 f.

1407 Winkelmann II 279f., Erläuterungen IX. Zu den dortigen Citaten und Aus-führungen, die es trotz Guilermus Brito wahrscheinlich machen, dass Bertold nicht auf dem