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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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467
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Auf dem Würzburger Hoftage. 467

entgegengearbeitet Latten. Denjenigen wenigstens, der Letzteres gethanhatte, Heinrich von Brabant, wusste er empfindlich zu treffen 1895 .

Im Kreise der Anwesenden fürstlichen Ranges und der Legaten erneuerteOtto, für den inzwischen der Verwandtschaftsdispens des Papstes eingetroffenwar, seine Verlobung mit der staufischen Beatrix, die auf seine Frage vonden Versammelten nach geheimer Berathung unter sich gutgeheissen war 4896 .Damit aber war im Stillen auch gutgeheissen und durch die Fürsten verbürgt,was Otto in Zurücknahme des staufischen Gutes bisher vollbracht hatte.Weitere Beschlüsse des Hoftages betrafen die Romfahrt, für die widerum dasLechfeld zum Sammelplatz und als Tag des Aufbruchs St. Jacob (der 25. Juli)festgesetzt wurden. "Wer von den Fürsten die Erlaubniss erhielt, in Deutsch-land zurückzubleiben, musste doch zu den Kosten beitragen 1897 . Bertoldgehörte zu denen, die zurückblieben.

Am 27. März 1210 sass Bertold auf seinem Schlosse zu Burgdorf imBurgunderland, von wo aus er Angelegenheiten der Fraumünsterabtei zuZürich ordnete, deren Ministerialen vor ihm erschienen. Absichtlich um-ständlich und gewissenhaft ist, um Eindruck zu machen, auch diesmal wiederin der ausgegebenen Urkunde sein auf Zürich sich beziehender Titel:durchGottes und der Kaiser und Könige Verleihung gesetzter Richter und Vogtzu Zürich, mit gewöhnlicher Bezeichnung Kastvogt, das will sagen: der überdas ganze Zürich die kaiserliche Gewalt innehat" und ähnlich spricht er ananderer Stelle von derkaiserlichen Autorität, mit welcher über das ganzeZürich wir und andere Nachfolger aus unserer Sippe durch Gottes und derKaiser und Könige Verleihung begabt sind". Auch hierin vielleicht ein Be-dacht auf die Seitenverwandten als Erben! Vielleicht verdient auch Beach-tung, dass diesmal derRector von Burgund" im Titel fehlte.

Die Verfügung an sich ist nicht von grossem Belang; Bertold stelltnach Einblick in die alten Verleihungen K. Ludwig's des Deutschen und indie weiteren ihm vorgelegten Schriftstücke, sowie nach Anhörung der Dar-legungen jener Abteiministerialen die Einlieferungstage für die Einkünfte derAbtei von ihren Gütern fest 1898 . Von einem besonderen Interesse ist, dasser hinzufügte, dass wenn die Abtei je, was er an sich nicht gutheisse, Güterzu veräussern oder zu vertauschen für geboten halte, dies nur nach besonnener

1895 b..j\ 284, dazu Winkelmann II 157. Auch das darf beachtet werden, dass inArnold's von Lübeck Liste gerade die Herzöge von Zähringen, Lothringen und Brabantan's Ende der Herzogsreihe gestellt sind.

1886 Arnold Lubec. 1. c. Otto SBlas. SA. 490f.

1897 Arnold Lubec. 248. Dass Bertold hier irrthümlich als aufgeboten zur Theil-nahme an der Romfahrt genannt ist, hebt schon Winkelmann II 161, Anm. 4 hervor. ErmüsBte denn zu den nachträglich davon Entbundenen gehören.

1898 ZüUB. I 246f. Die imperialis auctoritas kann ja in speciellem Bezug aufOtto IV gedacht sein, denn Otto war zu dieser Zeit schon (seit dem 4. Oct. 1309) Kaiser.

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