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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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462 1207. 1208.

reihe einer der bei dieser Gelegenheit ausgegebenen königlichen Urkunden.Vertreter von Thenenbach waren anwesend und empfingen am 28. Mai ausdes Königs Hand den von dem Johannitermeister in Deutschland Heinrichvon Heimbach an das Kloster verkauften Hof zu Mundingen (BA. Emmen-dingen) 1379a . Hierbei wie bei einem am gleichen Tage ausgefertigten Privilegfür den Johanniterorden wird Bertold von Zähringen genannt, nach diesemTage aber scheint er abgereist zu sein, denn am 1. Juni, da Graf Thomas vonSavoyen die Reichslehen seiner Vorfahren mit drei Fahnen und weitere Lehenvom Könige empfing, werden weder der Herzog noch die ihm näher stehendenFriedrich von Baden, Konrad von Schwarzenberg und Rudolf von Uesenberg,auch nicht sein Roggenbacher Ministeriale unter den Zeugen mehr auf-geführt 188 °. So begleitet der Zähringer denn auch nicht, wie eine Anzahlder Baseler Versammelten, den König auf seinem Rückwege, den er überStrassburg nahm ,381 .

Im Dec. 1207 kam der König von seiner Fahrt durch Sachsen nachSchwaben zurück, nach Augsburg, und am Anfang 1208 auch wieder nachStrassburg. Für Herzog Bertold aber verblieb jene kurze Begegnung vonBasel die letzte. Am Ende des Juni 1208 war es, da die entsetzliche Nach-richt erscholl, der staufische König, im Begriffe zum letzten Entscheidungs-kampfe gegen den unterhegenden weifischen Gegner zu ziehen, sei der persön-lichen Rache Otto's von Wittelsbach gefallen, dessen Mordstahl sich dertreue Truchsess von "Waldburg auch damals zu Basel Philipp's Begleitervergeblich entgegengeworfen hatte. Nun konnte Otto von BraunschweigKönig sein.

Für Herzog Bertold hatte der jähe Umschwung noch eine "Wichtigkeit,die er als die ihm und seiner Denkart nähere in's Auge fasste. Schwabenhatte keinen Herrn, da der letzte Staufer dahin geschieden war, denn an denKnaben in Apulien dachte damals Niemand, noch an die trostlose "Wittwe,das arme Griechenkind Irene, dessen zartes Leben am 28. Aug. 1208 erlosch,und an die verwaisten Töchter. Das schwäbische Land schien eine offeneBeute 5 gerade Egeno von Urach, Bertold's V Schwager, hat damals vielenvoran seinen Namen mit der Schande des Räubers und Plünderers bedeckt 138 ".

Der Herzog von Zähringen hielt sich von Vorwurf frei und dachte auchnicht etwa die Herzogsfahne Schwabens zu gewinnen. Aber er, der Real-politiker seines Hauses, wusste aus dessen Erfahrung, dass vor allem einträg-liche Vogteien zu schätzen seien und oft werthvoller als Landgebiet. Bei denStaufern aber war seit 1180 als ein Theil des Pfullendorfer Grafenerbes die

u79a Oberrh. Zs. XI (1860) S. 20. Berthddus dux Ceringie.

'»so Vgl. zu dem Baseler Tage die Urkk. B.-F. 146149; Winkelmann 418 f.

1881 B.-F. 150 f.

ia82 YUB. I 75 f. Dazu die Citate Chr. Fr. Stalin II 152.