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ihm erhalten gegenüber der zurückliegenden Zeit seines Vaters! Ein Schrift-stück (an Cluny; keine Urkunde, sondern einen auffordernden Brief) theilteerst dieses Buch ihm zu; sonst sind von ihm erhalten eine Verfügung fürSt. Blasien, aber nicht etwa dort ausgestellt, sondern von Zürich hinüber-gesandt (1200), eine andere für Zürich (1210), aber aus Burgdorf gesandt.Dazu eine einzige Urkunde, von 1187, also ganz vom Anfange seines Regi-mentes , die an Ort und Stelle für den Empfänger (die Propstei in Zürich)ausgefertigt ist.
Angesichts dieser Beobachtung gewinnen solche Nachrichten, die vonBertold's Massregeln berichten, ohne dass diese einen unmittelbaren urkund-lichen Niederschlag hinterlassen haben, immerhin eine etwas erhöhte Glaub-würdigkeit. So besteht eine Ueberlieferung, Bertold habe um das Jahr 1202dem Grafen Ulrich III von Neuenburg die Verbindung seines Sohnes miteiner Nichte des Herzogs, Jolanthe von Urach vorgeschlagen. Für die Glaub-würdigkeit dessen könnte auch die anderweitig bekannte treue Anhänglichkeitder Neuenburger an Bertold IV und ihr mehrfaches und andauerndes Ver-weilen bei diesem, das wir kennen lernten, sprechen. Weiter heisst es in diesemZusammenhange, Bertold V habe den Gemahl seiner Nichte, Ulrich IV, mitdenjenigen burgundischen Landschaften belehnt, die in der Folge die Graf-schaft Aarberg bildeten 1375 . Dieser Nachricht entspricht es ferner, dass diespätere neuenburgische Grafschaft Aarberg völlig eingekeilt in das hoch-burgundische Grafenerbe der Zähringer hegt. Ebenfalls nur mittelbar, auseiner Urkunde von 1301, erfährt man, Herzog Bertold habe am 4. April 1208die drei Herren von Aubonne (vom Genfer See), Guerric, Jacob undPeter, mit dem Jura-Gebiet (im Ct. Waadt) vom Marchairuz bis zur Orbebelehnt 1S76 .
Vergeblich wäre der Versuch, Bertold in eine auch nur etwaige, mitdem „möglicherweise" construirte Beziehung zu den Reichsereignissen dernach 1202 folgenden Jahre setzen, auch nur denEinfluss, den sie auf ihn übenmussten, erkennen oder muthmassen zu wollen. Sie rauschen ohne ihn vorüberund hinterlassen in der zähringischen Geschichte keine Spur. Am 30. Juli1205 finden wir einmal Bertold's Neffen, den jüngeren Egeno (V) von Urachzu Augsburg bei König Philipp 1377 . Das ist das Einzige. Wahrscheinlich ■—
1375 Was als Ueberlieferung beizubringen ist und darüber gesagt werden könnte,ist schon FUB. I 75 zusammengestellt.
is76 MDSß. I 209 ff. Unrichtig ist und durch Auswege der Chronologie nicht zuerklären die Angabe: 1208 et le jeudi quatriesme apvril. Es könnte aber ein Versehen derUrk. von 1301 oder ihrer Vidimanten sein. Die Festzeit selbst (Ostern 1208 am 6. April)spricht als gute Gelegenheit für eine Zusammenkunft und Belehnung. ■— Die Belehnungwird auch' 1430 noch erwähnt MDSR. XXII (Hisely, Mon. de l'hist. du comte deGruyere) S. 389.
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