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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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451
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Bertold als Vermittler. Breisach. 451

Bischöfe und erwirkte dessen Unterwerfung unter Philipp, der Konrad dafürdie Lehen aufliess, die die Staufer (jetzt Otto) von dem Bisthum Strassburgtrugen 1845 . So mochte sich Bischof Konrad daneben auch mit dem Herzogeaussöhnen, der ihn einst zu Andernach im Stiche gelassen hatte, ihm abernun ein so gütiger Vermittler geworden war. Albert von Dagsburg, scheintes, gab sich ebenfalls zufrieden.

Bei einer dieser beiden Anwesenheiten Philipp's am Oberrhein, 1198oder 1199, wird auch die Ausführung des Vertragspunctes'zwischen ihmund Bertold, der Breisach betraf, geregelt sein. Seinen Bruder Otto, demer Hilfe brachte, konnte Philipp zur Herausgabe an ihn selber bewegen.Nun hören wir aber nicht, dass Breisachs Mauern gebrochen worden seien,dagegen dass es Festung blieb JM6 , und sogar von neuen Befestigungen, diedort Herzog Bertold anlegen liess. So ist also Breisach in der That alsPfand für eine Ansatzsumme von 3000 Mark Silbers, wie es in dem Ver-trag für den Fall vorgesehen war, dass es nicht geschleift werde, in denBesitz, wenn auch nicht in das Eigenthum des zähringischen Herzogs über-gegangen 1347 . Wie er sich mit dem Baseler Bischof abfand, bleibt imDunklen 1848 . Er baute zu Breisach einen viereckigen Quaderthurm, der nochim vorigen Jahrhundert eine Inschrift trug, die der an dem Thore zuBurgdorf inhaltlich entspricht und nochmals die Niederwerfung desBurgunder-aufstandes rühmt:

Hanc dux Bertholdus struxisse notaturA quo pro fraude Burgundia depopiilalur ni9 .Zur Zeit als Schöpflin den Thurm und die Inschrift aufnahm (1763), warder erstere oben zerbröckelt und bis zum Grunde durch einen Riss zer-

1846 Ann. Marbac. 1. c. Chron. Urspcrg. SA. 78. Auch Chron. Ebersh. S. 22 derBöhmer'schen Ausgabe = MGSS. XXIII 448; Braunschweiger Rheimchronik MGDeutscheChron. II, v. 5242 ff. — Nachtr. Vgl. auch AI. Meister, 1. c. S. 90 ff.

1M6 castrum nomine Brisacum Chron. Ursperg. SA. 101 zu 1212.

1347 Die abweichenden Aufstellungen Frey's beruhen auf ungenügender Kenntnissder Nachrichten. Bei Rosmann sind alle diese wichtigen Veränderungen mit Breisachganz übersehen.

is48 j£ JYiedrich II hatte, wenigstens in späterer Zeit, die Breisacher Befestigungwieder von Basel zu Lehn (Trouillat I 585) und bestätigte schon am 12. Sept. 1218, alsoerst und zwar bald nach Bertold's V Tode, das Recht des Hochstifts an Breisach, wie eszu Heinrich's VI Zeit bestanden hatte (ibid. 473). Inzwischen war aber Breisach wahr-scheinlich auch schon bei Kön-'g Otto, also durch diesen dem Zähringer zeitweilig enteignetgewesen. Vgl. unten Anm. 1391 u. 1412.

1,49 Inschrift und Abbildung des Thurms bei Schöpflin I 127, wo aber Bertold IVder Bau zugeschrieben wird. Auf der Kupfertafel steht einmal „porta" Brisacensis, dochsucht man auf der Abbildung vergeblich die Möglichkeit eines Thordurchganges. Dazumit ein wenig Hyperinterpretation J. Bader, Meine Fahrten und Wanderungen imHeimathlande, Freib. 1856, II 125. — Bei Seb. Münster lautet die zweite Zeile: A quo

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