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Grafen von Dagsburg zu packen 1343 . Er warf sich auf die bei Strassburg inder Ebene gelegene, durch Gräben und Bauten wohlbefestigte Haldenburg,eroberte und zerstörte sie, verbrannte Molsheim, nahm den zur Befestigungumgewandelten Friedhof von Epfich ein und verwüstete weithin die ernte-reifen Felder. So wurden die Gegner gezwungen, das von ihnen besetzteHagenau aufzugeben. Danach liess er ihnen ein Jahr lang Ruhe, weil es galt,drunten am Niederrhein dem König Otto selber entgegenzutreten; dann, imJuli 1199, brach er wiederum durch das Oberelsass, wo er Rufach einnahmund zerstörte, gegen Bischof Konrad und den Dagsburger vor und warschon am 10. Juli in der Belagerung Strassburgs begriffen. Auf König Otto,der vergeblich versucht hatte, bis in's Elsass den Rhein hinauf zu gelangen,konnte der Bischof nicht hoffen und seine Bürger drangen nach Erstürmungder Vorstädte durch die Belagerer in ihn, sie vor den Leiden weiteren Wider-standes zu bewahren.
Anscheinend war Herzog Bertold zunächst nicht in dem Heere desKönigs. Er hat, so viel wir aus dem Mangel an Nachrichten und dem Nicht-erscheinen Bertold's in den Zeugenreihen der Urkunden ersehen, Philippinnerhalb dieses ersten Jahres nicht begleitet oder aufgesucht. Aber anseinem Vertrage mit ihm hielt er fest und als am 28. Mai 1199 die haupt-sächlichsten Anhänger Philipp's in dessen Gegenwart von Speyer aus eineErklärung an den Papst erHessen, die ihn aufforderte Philipp anzuerkennen,den sie nächstens zur Kaiserkrönung nach Rom geleiten würden, und dieRechte des Reiches zu achten, besassen sie dazu auch die ausdrückliche Ein-willigung und Ermächtigung des abwesenden Herzogs von Zähringen 1344 .Auch vor Strassburg war er zunächst abwesend, denn eine dort von Philippam 10. Juli ausgestellte Urkunde nennt ihn nicht als Zeugen. Dann aberrief man ihn zur Vermittlung herbei; Bertold musste als der geeignetsteWortführer zwischen Philipp, dem er nun anhing, und den alten Waffen-genossen erscheinen. Er fand im Lager vor Strassburg auch die Bischöfevon Regensburg und Constanz, den zum Herzog von Spoleto aufgerücktenKonrad von Urslingen und eine Anzahl Grafen und Herren, mit ihnen denReichsmarschall Heinrich von Kalden und den Truchsess Konrad von Wald-burg. Begleitet von Einigen von ihnen führte er die Verhandlung mit dem
1343 consilio censuit primum eos, qui viciniores erant, beüis atterere, Chron. Ursperg.SA. 77. Vgl. im Uebrigen über die Fehde die Cölner Königschronik, die Marb. Ann. unddie Strassb. Ann. MGSS. XVH. 89; dazu Winkelmann's Darstellung. Auf diese gestützterzählt auch C. Frey, die Schicksale des königlichen Gutes in Deutschland unter denletzten Staufern seit K. Philipp (Berliner Diss. 1881) S. 19 ff. die Wahl Bertold's V zumKönig und die sich anschliessenden Ereignisse.
i*m b.-~F. 27, wo die Datirung auf 1199 mit Scheffer-Boichorst gegen die Aus-führungen "Winkelmann's (Excurs IX in Bd. I) [„1200"] vertheidigt wird.