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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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449
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Vereinbarung mit Philipp. 449

Die Anhänger Adolfs von Cöln waren nämlich gerade in Andernachzur Vornahme ihrer Königswahl versammelt, als statt des erwarteten Herzogsdiese Kunde üher ihn zu ihnen drang. Ihre Gegnerschaft gegen den Stauferaufzugehen waren sie allerdings auch nach diesem neuen schweren Schlagenicht gesonnen. So wandten sie ihre Augen von Neuem auf das Weifenhausund wählten zwar nicht den noch abwesenden Pfalzgrafen, aber einen jüngerenSohn Heinrich's des Löwen, Otto, der in Folge seiner mütterlichen Abkunftdurch seinen königlichen Oheim Graf von Poitou geworden war, zu ihremKönig 134 °.

Für seine beiden nach Cöln vergeisselten Neffen hatte Bertold nochnichts thun können, sie befanden sich in der Gewalt des Erzbischofs Adolf.Jung, wie sie waren, und so plötzlich in die schweren Ungewitter mit ver-wickelt, die für den Fürstenstand heraufzogen, glaubten sie sich in allenNothen der Gefangenschaft und thaten mit einander ein Gelübde, ihr Lebendem mönchischen "Wandel zu widmen, falls Gott sie aus dieser Fährlichkeiterlöse. Bald darauf kamen sie frei, übrigens nachdem man sich wirklich anihnen für den Verlust des zahlungsfähigen Candidaten, ihres Oheims, schadlosgehalten hatte 1341 . Beide wurden Cistercienser; Bertold werden wir noch inder Geschichte des Herzogs als Abt von Thenenbach wieder begegnen,Konrad' 342 trat in das brabantische Kloster Villers an der Dyle, wurdei. J. 1209 dessen Abt, sodann 1214 Abt der berühmten Schöpfung deshl. Bernhard, von Clairvaux und 1217 von Citeaux und damit zugleich Generaldieses Ordens und nach dieser glänzenden Laufbahn schon 1219 Cardinal-bischof von Porto und Sancta Rufina. Als solcher war er Legat gegen dieWaldenser, Kreuzzugsprediger in Deutschland und nur an Konrad's eigenemVerzicht lag es, wenn er i. J. 1227 nicht selber den Stuhl des hl. Petrusbestieg.

Während die Namen der beiden gewählten Könige das Beich sichspalten machten, regte sich auch der Pfalzgraf Otto wieder und henkte einenBruder des Strassburger Bischofs, den er in seine Gewalt gebracht hatte. Indie neu entbrennende Fehde griff auch der König Philipp selber ein, der esam geschicktesten fand, zunächst an dieser Stelle einen Theil der eifrigstenGegner seiner Wahl und seines Hauses, den Strassburger Bischof und den

1840 Vgl. die Zusammenstellung der Nachrichten bei Winkelmann S. 73f.;B.-F. 198 a.

1841 Das Chron. Ursp. SA. 75 f., das allein über sie ausführlicher berichtet, fasst esso: Bertold, der sie für seine Zahlung verpfändet hatte, löste die Neffen nicht aus, quioppido compulsi se ipsos quam plurimi absolverunt. Otto SBlas. SA. 481: Als Bertoldnicht nach Andernach kam, zwangen die Fürsten pecuniam, quam sub conditione pro-miser at, obsides dare.

1842 Ueber ihn vgl. den Abschnitt bei Riezler, Gesch. d. f. H. Pürstenberg.Heyck. 29