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befreundeten Geschlechte zum geeigneten Vermittler machte, und der Pfalz-graf Rudolf von Tübingen im Sinne Philipp's bei ihm anknüpften I835 . Durchsie herbeigeführt kam ein Vertrag des Herzogs mit Philipp zu Stande. Bertold verzichtete auf die "Wahl und trat durch Huldigungseid und Beistand-versprechen auf Philipp's Seite; dafür empfing er zu Lehn, was in Schaff-hausen Reichsgut war nebst der dortigen Vogtei, und Philipp's Zusicherung,dass Breisach, welches dem Pfalzgrafen Otto zugetheilt war, entweder geschleiftwerden oder als Pfandgegenstand, lösbar mit 3000 Mark, an Bertold über-gehen solle 1386 . "Was Bertold somit zur Bedingung der Annäherung gemachtund zugestanden erhalten hatte, war also nur eine nicht allzu bedeutendeVergrösserung, eine neue Reichsvogtei, der Züricher ähnlich, in Schwabenund zwar an einer Stelle, wo auch schon sein Grossvater Konrad Gewalt zugewinnen versucht hatte, und dazu die für ihn nothwendige Beseitigung derdrohenden Stellung, die die Staufer durch die Befestigungen zu Breisach ambreisgauischen Rheinufer eingenommen hatten. Das Gerücht freilich ver-größerte Bertold's Forderungen in gewaltiger "Weise und die Pursten derCölner Parthei erfuhren den Vertrag in der Form, dass Bertold von Philipp11000 Mark Silbers und „das Herzogthum (< [gemeint war doch wohl das inSchwaben] empfangen habe 1337 . Diese entstellte Nachricht, die von jenenFürsten, die Bertold schon ganz in der Hand zu haben gedacht, natürlichzunächst geglaubt und in entrüsteter "Weise, unter bösen Worten von Hab-sucht und Feigheit 133S besprochen wurde, mag wohl den hauptsächlichstenGrund mit zu dem Gerede von dem „äusserst geizigen Herzog" gelegt haben,als der Bertold V schon einem Theile der Mitlebenden erschienen und inder geschichtlichen Darstellung seitdem im Ganzen immer aufgefasst wor-den ist 1339 .
1885 Ann. Marbac. 1. c.
1886 So die Ann. Marbac. 1. c. regnum et advocatiam. Verlockend ist es, an dasgrosse Dorf Königs-Schaffhausen am Kaiserstuhl (BA. Endingen) zu denken, zumal Ober-Schaffhausen zähringisch war. Aber die hergebrachte Deutung des „Königs-" durchden Besitz seitens der Habsburger ist doch wohl der auf jenes regnum vorzuziehen.— Das bekanntere Schaffhausen (nahe dem Rheinfall) wird in St. 4734 als Reichs-kloster bezeichnet und dieses umfasst nach St. 4518 von 1189 den Ort Schaffhausen. BeiA. Pf äff, das Staatsrecht der alten Eidgenossenschaft, Schaffh. 1870, S. 90 und Joh.Meyer, Gesch. d. Schweiz. Bundesrechtes I 438 wird nur die Reichshoheit gestreift,die Ueberweisung an Bertold V übergangen.
is87 Qhron. reg. Colon. SA. 163. Auch hier doch nur als rumor. Das Chron.Ursperg. SA. 75 spricht im Allgemeinen von beneficia, die Bertold von Philipp empfing,nicht von einer Zahlung; ferner bestätigt es den von den Marbacher Ann. gemeldetenMannschaftseid Bertold's gegenüber Philipp.
1888 Chron. reg. Colon. SA. 163.
issB Qhron. Ursperg. (aus dem zweiten Jahrzehnt des 13. Jahrh.) SA. 74: cum essetavarissimus. Dazu vgl. unten zu seinem Todesjahre.