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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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445
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Bertold 1 8 Throncandidatur. 445

Herzog Bertold Hess sich in der That bestimmen, die Reise zu unter-nehmen 13 * 3 . So klang denn von .Neuem in die zähringischen Geschicke derName dieser Stadt, der auch für Bertold's Vorfahren mehrfach so bedeutsamgewesen war, inhaltsschwer hinein. Der Herzog fand zu Cöln eine verhältniss-mässig kleine Versammlung 1324 : ausser den drei die Wahl betreibendenFürsten werden nur Graf Albert von Dagsburg, Hermann von Münster undansehnliche „Männer" (nicht Fürsten?) genannt; ferner waren Gesandte desenglischen Königs, die Bischöfe von Durham, Angers und Evreux, vielleichtauch der von Ely, mit dem Grafen Albemarle Balduin von Bethune undeinigen Baronen gekommen, versuchten aber für die "Wahl des welfischenPfalzgrafen bei Rheine, Heinrich, Stimmung zu machen, durch dessen Wahldie eigene, gegen Frankreich gerichtete Politik des Königs am ehesten ge-winnen musste, da Heinrich sein Neffe, der Sohn seiner Schwester Mathildewar I325 . Bertold von Zähringen musste, wenn auch der Pfalzgraf im hl. Landeabwesend war und daher thatsächlich kaum gewählt werden konnte, erkennen,dass er selber im Falle seiner Einwilligung von England her schwerlich einegetreue Unterstützung werde erwarten dürfen.

Die Verhandlungen zogen sich lange hin. Auch Philipp hatte, mitsächsischen Fürsten zusammen, im Februar einen Aufruf zur Wahl erlassen.Darin lag ein grosses Zugeständniss: auch Mancher, der dagegen war, dassder junge Friedrich ohne Weiteres nachfolge, mochte eine solche Wahl gut-heissen. Zur ungefähr gleichen Zeit, da Bertold Cöln zuritt, zogen Philipp,die Erzbischöfe von Salzburg und Magdeburg, die Bischöfe von Worms,Merseburg, Bamberg und Eichstädt, vielleicht auch der Constanzer Bischof,dem auf Philipp's Geneigtheit, sich selber wählen zu lassen, ein besondererEinfluss zugeschrieben wird 1320 , ferner der Abt von Fulda, die HerzögeLudwig von Baiern und Bernhard von Sachsen, der die Cölner Parthei ganzaufgegeben hatte, der Graf von Orlamünde und Andere zu dem Wahltage,der in Thüringen stattfinden sollte. Am 6. März wählten sie Philipp zumReichsvormund und da er selbst die Unmöglichkeit einsah, wenn auch ungernezugab, das Königthum seines dreijährigen Neffen Friedrich zu halten, amzweiten Tage darauf, dem" Sonntag Lätare, zum König 13 '- 7 . Inzwischen

1323 Ann. Marbac. 1. c.

1824 ad quam citriam cum pauci uccurrerent .....Chron. reg. Colon, cont. rec. JJ

SA. 162. inferiores principes Ann. Marbac. 1. c. — Hermann von Münster und die honorativiri werden in der Cölner Chronik 1. c. genannt, der Dagsburger im Laufe der Erzählungvon den Marbacher Ann. —

1825 "Winkelmann 67; vgl. auch ib. Anm. 2 über den Bischof von Ely.

1320 von c onr . (j e Pabaria (ed. Meyer v.Knonau, Mitth. z. vaterl. Gesch. v.St. Gallen,N. F. VII) 161.

1327 yg]_ fortlaufend "Winkelmann, Philipp und Otto, insbesondere S. 500 ff., und dazuB.-F. Regesta imp.