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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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444 1197. 1198.

er auch für seine Auffassung der Gestaltung der Reichsgeschicke: dass derjunge Friedrich König sein solle unter vorläufiger vormundschaftlicher Re-gierung des dazu durch Recht und Pflicht berufenen Schwabenherzogs, zugewinnen. Schon hier bei dieser Verhandlung beginnt die Verschleuderungdes staufischen Gutes um Anhängerschaft-, Philipp bot viel: alles staufischeGut in der Strassburger Diöcese. Vielleicht hoffte er durch den Bischof auchseine Verbündeten mit zu gewinnen.

Zu Weihnachten 1197 war Philipp mit den Seinen und einigen nichtder Namensnennung für wichtig genug geachtetenFürsten" und Edelherrenzu Hagenau versammelt. Derjenige aber, der hier hauptsächlich erwartetwurde, erschien nicht 1819 , der Bischof. Er war inzwischen auf die brief-lichen Aufforderungen der Erzbischöfe von Cöln und Trier eingegangen,von denen der erstere, Adolf von Altena, sich schon offen an die Spitzeder nordwestdeutschen Empörung gestellt hatte, die als Folge der Würz-burger Verfassungsbeschlüsse vom Frühling 1196 ausbrach; diese beiden,Johann von Trier in schwächlicher Abhängigkeit von dem Cölner, wollten eineneue Königswahl trotz des erwählten jungen Staufers, dem ihre Treue ver-pflichtet war. In Andernach 1320 kamen die drei geistlichen Fürsten gegenWeihnachten zusammen, mit ihnen Herzog Bernhard von Sachsen und eineAnzahl Grafen und Herren. Es scheint, dass Anfangs zum König HerzogBernhard ausersehen war 1321 , der aber wenig zur Annahme der bedenk-lichen Wahl geneigt früh abreiste. Ob nun aber Bernhard vor Bertold vonZähringen in Betracht gezogen wurde oder nicht, auf jeden Fall wies derStrassburger Bischof schon zu Andernach auf seinen tapferen Bundesgenossenin der Pfalzgrafenfehde hin; wie denn das Gerücht, dass Bischof Konrad demHerzog Bertold zur Wahl zu verhelfen beabsichtige, damals sogar schon inweitere Kreise gedrungen war 1322 . Man kam überein, der Cölner solle derMainzer Erzbischof war auf der Kreuzfahrt auf die Mittfastenzeit (AnfangMärz) einen allgemeinen Wahltag nach Cöln ausschreiben, auch den Gönnerder Weifen, den König von England als Reichsfürsten (wegen der Heinrich VIgeleisteten Huldigung) dorthin laden, und man verpflichtete Konrad vonStrassburg zu sorgen, dass der Herzog von Zähringen mit ihm komme.

1810 Böhmer, Regesta imperii, 11981272, hrsg. v. J. Ficker I. Innsbr. 1881 (cit.B.-F.) Reg. 14 o u. d.

is2o rjj e Ann. Marbac. haben: in Cöln. Vgl. dagegen die selbständige Nachricht derChron. reg. Colon, cont. SA. 162.

is2i 'Winkelmann 1. c. I 56, Anm. 1. Seine entgegen mehrfachen Schwierigkeitengeführte Darlegung, dass Bernhard nicht erst auf einem späteren Tage in Aussicht ge-nommen wurde, würde nur dann hinfällig sein, wenn etwa Bernhard's baldige Schwenkungzu Philipp hinüber von der cölnischen Parthei unterschätzt wurde oder sie ihn wiederumzustimmen hoffte.

1822 Ann. Marbac. 168.