Druckschrift 
Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
Seite
441
Einzelbild herunterladen
 

Die Reichslehen erblich? 441

8. Jan. 1196 war er mit dem Kaiser in der staufischen Pfalz zu Hagenau, woHeinrich für das Kloster Herrenalb im nördlichen Schwarzwalde urkundete 131 '.Mit ihnen waren dort zugegen Bischof Konrad von Strassburg und sein BruderHeinrich von Huneburg, Bischof Otto von Speyer, Lupoid, der Erwählte von"Worms, Graf Albert von Dagsburg, Rudolf von Kisslau aus dem Kraichgau,Truchsess Markward (von Annweiler), Kuno von Minzenberg, MarschallHeinrich von Kalden oder Kalentin, aus der Reichsgeschichte gleichMarkward wohlbekannt und Ahnherr der von Pappenheim, Hugo vonWorms, Bertold von Morsch, Friedrich von Schauenburg und Andere.

Um den Anfang April (1195) fand jener Reichstag zu "Würzburg statt.Bertold V war, damit auch der eingegangenen Verpflichtung getreu, anwesend,ferner waren die geistlichen Fürsten Hartwig von Bremen, Rudolf von Verden,Otto von Bamberg, Bertram von Metz, Bertold von Zeitz, Helmbert vonHavelberg, Heinrich von Fulda, von weltlichen Herren der Weife HeinrichPfalzgraf bei Rheine, die Herzöge Ludwig von Baiern, Bernhard von Sachsen,Bertold von Meran, Landgraf Hermann von Thüringen, die Markgrafen Ottovon Brandenburg und Konrad von Landsberg, der Graf von Querfurt, derBurggraf von Magdeburg und Andere erschienen 1312 . Sie alle gaben demKaiser, theils sofort eingeschüchtert, theils durch Zureden und Drohungenüberwunden ihre Zustimmung und bekräftigten sie durch ihre Siegel.

Noch einmal flammte nach der Kunde dieser Beschlüsse die Oppositionim Reiche empor und schaarte sich um den neuen Erzbischof Adolf von Cöln,aber diesmal blieb sie auf die Gebiete des Niederrheins beschränkt und geradeder Herzog von Zähringen wurde nicht mehr in der Verbindung zum Wider-stände genannt.

Bald danach aber brachte Bertold V den Schwabenherzog gegen sichauf. Wodurch im Einzelnen, ist unbekannt; vielleicht glaubte er nach demgrossen Zugeständnisse von Worms und Würzburg etwas freiere Hand inSchwaben haben zu dürfen. Freilich giebt schon eine der alten Quellen die-jenige Deutung, die sich aufdrängt: der Herzog von Schwaben sei im Auftragedes Kaisers gegen Bertold vorgegangen. Aber das ist doch eben nur eineQuelle unter mehreren gleich schätzenswerthen; diese übrigen betrachten dieSache nur als Fehde der Herzöge unter sich 1313 . Jedenfalls sammelte Konrad

1311 St. 4983. Bertholdus dux de Zeringen. Die TJrk. St. 4984 vom 21. Jan. weisteinen wesentlich veränderten Fürsten- und Herrenbesuch auf.

1312 St. 49874989 vom 28. März bis 10. April, für niederdeutsche Stifte. Bertoldusde Zeringen ohne dux St. 4988. Das weitere nach den genannten Annalen.

1313 de voluntate imperatoris Chron. Ursperg. SA. 69. Die übrigen sind: Hugoniscont. chron. Weingart. SA. (Mon. Welfor.) 56, Ann. STrudperti MGSS. XVII 292:

Cuonradus .... Bertöldum ducem de Zeringen hello appetenp minus rationabüi .....

Chounrad. Schirensis MGSS. XVII 631; Chron. Admunt. MGSS. IX 588 (zu 1196)