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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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434
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434 1191.

Nun meinten zu Justinger's Zeit, als wahrscheinlich der Bürgerstolz schonEiniges zur Ausmalung beigesteuert hatte, einige Erzähler, der Herzoghabe angewiesen: [von der östlichen Aarbiegung bei der Nideckbrücke]bis an die Stätte des damabgen alten Spitals, andere meinten: bis an dieKreuzgasse 5 der Bubenberger ging jedenfalls über des Herzogs Befehl hinausund nahm die Grenze der Stadt nach Westen an der Stätte des Zeitglocken-thurms. Diesen Raum hegte man mit Mauern und Graben ein [und einemalten Bern in diesen Grenzen entspricht ja noch heute die deutlich eineStadtmauer begleitende Anlage der Brunngässe und des Zwiebelngässli].Herzog Bertold wurde gar zornig, als er diese Eigenmächtigkeit erfuhr,aber der von Bubenberg beschwichtigte ihn durch den Hinweis, dass sichdie von ihm eingehegte grössere Stätte alsbald im vollen Umfange mit Häusernbedecken werde, auch durch das Erbieten, sollte es daran fehlen, so wolleer die leer bleibenden Theile auf seine Kosten überbauen. In der Thatkamen so viele Ansiedler, dass man die einzelnen Baustätten doch verhält-nissmässig eng und klein austheilen musste. Immerhin hatten sie 100 Eussin die Länge und 60 Fuss in die Breite 1291 .

Dem Herzog lag vor allem daran, angesehene und tüchtige Familienin die Stadt zu bringen, so führte er zwei Geschlechter dahin, die hiessendie Münzer, die einen von Zürich 129a , die anderen von Freiburg im Breisgau,überdies kamen aus letzterem Orte die Statz ,293 und überhaupt noch anderefrumme und nothfeste Leute, wie sie der Herzog wünschte. Anfangs [undzwar wohl noch bis ein paar Jahre nach Bertold's V Tode] gehörte die jungeStadt in das Kirchspiel des benachbarten Könitz [westlich von Bern, ander landoffenen Seite], aber als das danach beschwerlich wurde, baute manin der Stadt selbst eine den damaligen Einwohnerverhältnissen entsprechendeKirche 1294 und weihte sie dem hl. Vincentius. Der Bischof von Lausannegab seine Zustimmung zu der kirchlichen Selbständigmachung Berns undempfing von der Pfarre und Leutpriesterei zu Bern einen Jahreszins von22 Mark Silbers 1295 . [Schon in dem Ohartular (etwa 1228) erscheint Bern

1291 Handfeste der Stadt Bern Art. 1. In Freiburg i/B. war das Verhältniss nur100 X 50 Fuss.

1292 j)i e jedoch m Zürich fehlen, denn die Telonearii (Zoller) darf man doch kaumherbeiziehen. Für Freiburg vgl. FUB. I 100 f.

1298 Ein in der Geschichte von Freiburg i/B. wohlbekanntes Geschlecht. Vgl. überden Freiburger Adel Maurer, Oberrh. Zs. N. F. V (1890) 474ff.

1294 Sie wird zuerst 1224 (F. r. Bern. II 44: ante fores aquilonares eeclesie eiusdemcivitatis [Bernae]) genannt. F. r. Bern. II 36, etwa i. J. 1222 schreiben noch prepositusCunicensis et universi cives de Berno an den Papst, und Leutpriester von Bern erscheinenin den Berner Urkk. dieser Jahre noch nicht.

1896 Das hat nur Justinger.