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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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erzählenden Schriftsteller und danach die neueren und neuesten Darstellerhaben zu Schulden kommen lassen t278 .

In diese Zeit fällt der grosse Burgunderaufstand gegen Bertold V, überwelchen wir in der eigenthümlichen Lage sind aus guten alten Quellen so gutwie gar nichts, aus neueren Erzählern recht viel zu erfahren. Bertold schlugden Aufstand nieder und setzte zum Gedenken dessen an das Thor, das erin seiner burgundischen Residenz zu Burgdorf beim Eingang zum späterenalten" Markte baute, eine Steininschrift, die in der besten Ueberlieferunglautet:

Berchtoldus dux Zeringie gut vidi Burgundiones fecit harte portam 1279 .

Es stützt sich schon auf einen jüngeren, aber mit gutem Quellenstoffversehenen Chronisten, auf den Berner Stadtschreiber um die Wende des14. und 15. Jahrhunderts, Konrad Justinger, wenn wir den Aufstand undseine Niederwerfung in das Jahr 1190 setzen und als die Aufständischen dieEdelherren des Landes betrachten 1280 . Ganz zufällig erfährt man noch, dassdurch diesen Krieg das Stift Ansoltingen völlig verödete und alle seineUrkunden umkamen; erst nach 20 Jahren kamen dorthin wieder Chorherrenzurück 1281 . Unwillkürlich aber wendet sich bei dieser Gelegenheit der Ge-danke auch zu Bischof Roger hinüber und Folgendes wenigstens vermag überihn die Lausanner Chronik zu bieten:er hielt viele Kriege aus für dieFreiheit der [Lausanner] Kirche und befestigte die [schon von Landericherbaute] Burg zu Lobsingen (oder Lucens, bei Moudon, noch jetzt mit altemSchlosse), die aber im Kriege verbrannt wurde, und stellte den Thurm amSee-Ufer wieder her, den Graf Thomas von Savoyen zerstört hatte." Dieerstgenannte Befestigung war, wie deutlich genug ist, gegen den Rectorgerichtet: sie Hegt inmitten der zu zähringischem Hausbesitz gewordenenalten Grafschaft der Hochburgunder. Und ferner scheint es, dass Thomasvon Savoyen den Thurm zu Ouchy in der Eigenschaft als Bundesgenosse

1878 Noch Riezler, d. Kreuzz. Friedrich's I, Forsch, z. d. Gesch. X (1870) S. 31.Auch Röhricht, Beiträge II, obwohl er S. 340f. weiss, dass mit Bertold von Nimburgder Herzog von Zähringen verwechselt wurde, führt S. 351 f. den letzteren mitsoll" auf.G. v. "Wyss, in der Allg. D. Biographie unter Bertold V, S. 542 erhebt gegen die Kreuz-fahrt Einspruch.

1279 ygL j>_ r< B ern . I 485: nicht die erste, schon verkünstelte, sondern die zweiteForm, mit der Konrad Justinger, Berner Chronik, hrsg. v. G. Studer. Bern 1871, S. 5genau übereinstimmt. Die Inschrift ist nach Grüner's Deliciae urb. Bernae erst einige Zeitvor 1732 zu Grunde gegangen. ' Iselin, der sie 1726 noch kennen will, scheint nur demJustinger gefolgt zu sein, der den Standort des Thores giebt.

1280 Justinger S. 5 f. Er giebt keine weiteren Einzelheiten.

1281 So sagte wenigstens um 1317 der damalige Custos zu Ansoltingen aus, vgl.F. r. Bern I 484f. tempore prelii, quod Geringe habuit contra Burgundiam et dominoseiusdem.