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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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417
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Persönlichkeit Bertold's IV. 417

war, wie den Aufgaben selbst, die sie ihm nahmen, und auch von dem besser ge-sicherten Erwerb, den er hätte festhalten können, hat er, nicht ohne seineSchuld, verloren.

Immer hat er, mit einer kurzen Unterbrechung, festhalten wollen an demhochgemuthen und glänzenden staufischen Herrn, mit dem er gleichzeitig zurRegierung kam und dessen Leben das seinige bis fast an den Ausgang hatbegleiten können. Was ihn solche Stellung hat nehmen lassen, ist seineschon oben einmal charakterisirte, stets wieder durchbrechende Freude undThatlust, am Grossen und Allgemeinen, an der Wohlfahrt und dem Glanz desReiches und seines Kaisers mitzuwirken, sein lebendiger und einfacher Sinn, derihn Enttäuschungen verschmerzen und gerechte Bitterkeit doch wieder vonsich weisen Hess. Im Felde mit dem Rothbart ist Bertold von Zähringen desseneifrigster und tapferster Helfer gewesen, auch für schwierige politische Ver-mittlungsaufgaben hat der Kaiser gerade an ihn vertrauend sich wendendürfen I259 . Wir gehen seine Geschichte durch und finden in ihr keinen beson-deren menschlichen Fehler überliefert, keine grausame Handlung von ihmaus dieser mit Krieg und Verwüstung gesättigten Zeit aufbewahrt und dagegender Milde gedacht, mit der er sich 1158 für Mailand verwandte. UnddieWeltgeschichte verschweigt die menschlichen Unthaten weniger, als derenUnterlassung". So fehlt ihm Härte eben so sehr, wie starre Entschlossenheit.Als eine vermittelnde Natur erwiesen ihn auch alle die einzelnen Schieds-sprüche, die er als Landesherr und Vertreter der öffentlichen Gewalt gethanhat. Darin mag es mit begründet liegen, aber doch nur, weil auch die Ansehenverleihende Kraft des Landesherrn ihm nicht gefehlt hat, dass seine Regierungnicht nur in den schwäbischen Besitzungen, sondern auch in dem viel schwie-rigeren burgundischen Grafenerbe eine von Aufruhr freie und anscheinendgerne ertragene gewesen ist. Hoch entwickeltes Gerechtigkeitsgefühl begleitetsein ganzes Leben und alle seine Handlungen und lässt sich, wo es ihn fürsich fordern lässt, nur durch baldige Versöhnlichkeit, wo er richtet, nur durchMilde trüben. Und auchGerechtigkeit ist Macht".

Nur eine Lebensgefährtin Bertold's IV wird genannt und diese tritt inder Geschichte gänzlich zurück. Es scheint, dass sie eine Tochter desGrafen Hermann von Froburg war 126 ° 5 die späte Arbeit aus St. Peter ist in derLage, ihren Namen Heilwig zu übermitteln und setzt sie unter die Wohl-

1,89 Die Stelle des Ligurinus, II v. 411 ist von Verschiedenen falsch auf Bertoldbezogen worden. Das virum magnis spectatum sepe periclis geht noch auf Otto.

i26o Aibericus Tresfont. MGSS. XXIII 851 duxit filiam comitis Hermanni de Frie-burch. Darin muss ein Missverständniss liegen, dessen Lösung durch Froburch schon Chr.Fr. Stalin II 296 bietet.

Heyck. 27