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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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416
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416 1186.

Burchard von Thunsel, Konrad und seines Bruders Gerhard von Rheinfeldenund Anderer I257 .

"Weitere Begünstigungen Bertold's für St. Peter liegen im Rotulus desKlosters nicht vor. Aber, wie gesagt, damit ist seine Thätigkeit für dasselbevielleicht nur- anscheinend erschöpft. Es darf nicht übersehen werden, dassunterdessen eine Veränderung im Urkundenwesen vor sich gegangen war.Das frühere 12. Jahrhundert hatte die Aufzeichnung von Traditionsactennoch den Empfängern überlassen; aus deren Einträgen entstanden Traditions-bücher und Rotein, wie der von St. Peter und die Notitia von St. Georgen.In der zweiten Hälfte des Jahrhunderts treten schon allgemein an die Stellesolcher Empfängervermerke die selbständigen Urkunden der Fürsten, wenndiese die Tradenten sind. So lernten wir denn in der That schon den Gnaden-beweis Bertold's IV aus seinem ersten Regierungsjahre (1152) für St. Peternicht aus dem Rotulus, sondern durch eine Urkunde kennen. Andere könnenverloren gegangen sein.

Der Zustimmung Herzog Bertold's, des Vogtes von St. Blasien, wirdgedacht bei einem Gütertausch zwischen den beiderseits zu St. Blasien ge-hörigen Kirchen zu Weitenau und Fahrnau. Der Prior des Klösterleins inWeitenau gab an Fahrnau Güter zu Fahrnau selbst, Wiechs, Schweigmattund Gündenhausen und empfing durch den Pfarrer von Fahrnau eine HufezuWehningen". Auch der Constanzer Bischof und der Weitenauer Vogt,ein Herr von Wart stimmten dem Tausche zu, der von dem St. BlasischenAbt Dietbert beurkundet wurde 1358 und den genannten Personen nach in dieJahre 11831186 fallen muss.

Im Ganzen ist Herzog Bertold IV nur als ein recht sparsamer Gönnerder Klöster in seinem schwäbischen und burgundischen Machtbezirk zu be-zeichnen. Und den grossen kirchlichen Ereignissen seiner Zeit gegenüberfanden wir ihn überhaupt passiv. Den Abstand, der in dieser Beziehung zwi-schen Herzog Bertold I und Bertold II wenigstens in seinen früheren Jahrenund andererseits Konrad schon hervorgetreten war, hat Bertold IV nochvergrössert. Und Bertold's IV Sohn ist sogar als ein von kirchlichen Institutenals schlimmer Feind betrachteter Mann gestorben.

Bertold W war vor allem ein weltlich denkender Fürst und ein Mehrerseiner Lande. Er hat die Trierer Stiftslehen des Hauses Namur, die Reichs-und die Bisthumsvogtei in Lausanne und die wirkliche Macht in Zürich zudem Bereiche seines Vaters hinzu erworben. Noch viel weiter hat er nachSüden und Norden die Hand gestreckt; hier freilich ist er gescheitert, in denbeiden grossen Gelegenheiten an den Staufern, denen er so wenig gewachsen

1257 BSP. 152. Dass Bertold IV gemeint ist, wird durch die Nennung seines BrudersAdalbert gewiss.

1258 Herrgott Gen. Habsb. II 201.