Die Roggenbacher Schenkung. 403
in Worms ausser dem Kaiser die Erzbischöfe Philipp von Cöln, Arnoldvon Trier, Bertold von Bremen, "Wichmann von Magdeburg, die BischöfeUlrich von Halberstadt, Ulrich von Speyer und Konrad von "Worms, denalten Herzog "Weif, den Markgrafen Dietrich von der Lausitz mit seinenBrüdern Friedrich und Dedo, des Tübinger Pfalzgrafen Sohn Rudolf, dieGrafen Florenz von Holland, Heinrich von Dietz, Hartmann von Kirchbergmit seinem Bruder Otto und Bertold von Berg nebst seinem Bruder Ulrich,dazu den Goslarer Vogt Yolkmar Struze. Diese nahmen mit Bertold an derUrkunde 122 ° des Königs für Kloster Roth in Schwaben Theil. Heinrich derLöwe aber war nicht erschienen, nur seine Gegner. So wurde er auf einenneuen Gerichtstag zu Johannis (24. Juni) nach Magdeburg geladen.
Sechs Wochen später, am 4. März, befand sich Bertold IV auf derBurg der Roggenbacher 1221 zu Riegel im Breisgau. Bei ihm waren sein SohnBertold, die Aebte von Salem und von Thenenbach mit ThenenbacherMönchen, ferner Egelolf von Urslingen, der kurz vorher in bitterer Fehdemit Graf Kuno von Horburg gelegen hatte und ihm bei Lageinheim (beiNeubreisach) ein blutiges Treffen geliefert hatte 1222 , Heinrich von Lahr undKonrad von Wartenberg; dazu seine Ministerialen Werner von Roggenbachmit seinen Söhnen, die Brüder Gottfried, Liutfried, Gottfried und Wernervon Marchthal, Heinrich von Dietingen, Nibelung von Köndringen und Otto,Liutfried von Herbolzheim, Walter, Konrad von Vörstetten, Eberhard vonAchdorf, Konrad Osunc von Burkheim, die Brüder Heinrich und Konradvon Zähringen und Rudolf, Helferich, Liutold und Hermann von Riegel.
Der erstgenannte dieser zähringischen Mannen, Werner von Roggen-bach, hatte vor schon langer Zeit mit Zustimmung Herzog Bertold's IV Be-sitzungen zu Roggenbach, Villingen, Aasen und Dauchingen an das KlosterThenenbach übertragen. Vor einigen Jahren hatte freilich Bertold selbst— zwischen den Zeilen ist zu lesen: als Herr im Einverständnisse mit Wernerals seinem Hintersassen — dieselben Güter bedingungsweise und ohne Zu-stimmung der Söhne Werner's an St. Georgen auf dem Schwarzwalde ge-schenkt, hatte danach aber diese Schenkung wieder rückgängig machenmüssen, indem er selber als Vogt des Klosters auf Antrag des Abtes vonSt. Georgen eine Tauschhandlung vollzog, in der St. Georgen für jene
1220 St. 4272 vom 22. Jan. Bertoldus dux de Zaringe.
1281 Budölfus Heremitarum dbbas cum fratribus suis et Perhölfus de Zaringa prin-ceps Burgundie pro munitione in Riegöl posita eonvenerunt, tali videlicet pacto a predictodbbate Werinher[us] de Boggenbach, solam munitionem quam ipse edificiis occupaverat nonfeoddli sed pactiali iure concedi impetravit. Mohr, Schweiz. Register. Einsiedeln Nr. 32aus einer Hs., von Mohr „ca. 1100" angesetzt.
1222 Ann. Argentinenses MGSS. XVII 89 (zu 1177), danach Ann. Marbac. MG-SS.XVII 161, aber zu 1178; auch angedeutet Ann. SGeorgii in nigra silva MGSS. XVII 296(zu 1177).
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