402 1177—1179.
bach; Werner von Roggenbach, Gottfried von Staufen, Bernger vonTurbenthal und Burchard Wyss (anscheinend der herzogliche Amman inZürich) als Ministerialen; der Meier Ulrich, Rudolf Madalla, Hugo derMüllner, Konrad Blume (Flos), Rudolf Dietelo's Sohn, Rudolf Marcius,Friedrich und sein Bruder, Friedrich Schecho, und Rudolf Martin'sSohn 1217 .
Erst im nächsten Jahre versetzte den Herzog der Ruf seines Kaiserswieder in die Ereignisse der grossen Politik hinein. Mit dem Papste hatteFriedrich seinen Frieden gemacht, mit den Lombarden eingeleitet. ImSommer 1178 wollte er nun durch Burgund nach Deutschland zurückkehren,und um auf alle Fälle ungefährdet über die Alpen zu gelangen, ersuchte er,so versichert der St. Blasische Fortsetzer des Otto von Freising ,21s , durchBoten den Herzog Bertold von Zähringen ihn mit einem Heere in Italienabzuholen. Freilich darin irrt der Chronist zum mindesten, wenn er Bertoldden Kaiser über den Gr. St. Bernhard heimgeleiten lässt, denn am 14. JuliU 7g 1219 k e f arK i s i cü Friedrich zu Briangon im obersten Durancethal amFuss des Mont Genevre, über welchen er demnach seinen Weg genommenhatte. Vielleicht kam Bertold überhaupt zu spät oder kehrte sofort, nachdemFriedrich in Burgund angelangt war, nach Hause zurück, denn bei dergrossen, an Regierungshandlungen reichen Rundfahrt, durch die Friedrichbis in den October in Burgund zurückgehalten wurde, vor allem bei derglänzenden burgundischen Krönungsfeier zu Arles in den letzten Tagen desJuli verstärkte er das Gefolge des Herrschers nicht. Man kann es dem ent-hobenen Rector von Ganz J3urgund nicht verdenken.
Als dann aber Friedrich, nach Deutschland zurückgelangt, für die Mittedes Januar 1179 den Reichstag nach Worms ausschrieb, auf welchen HerzogHeinrich der Löwe geladen war, der dem ihm einst so nahe stehenden Kaiserin harter Selbstsucht die Hilfe für den letzten Romzug verweigert hatte undnun vor Friedrich auch von den sächsischen Fürsten schwer beschuldigt war,da machte sich auch Herzog Bertold auf und ritt den Rhein hinab. Er traf
1217 Die früheren Abdrücke ersetzt jetzt der im ZüUB. I 206f. P. Schweizer, derHrsg., bestätigt die hergebrachte Lesung des minist (nach Burchardus Albus) als minister.Es passt in der That gut, dass er als zähringischer Amman zwischen den Kittern und Bürgernsteht. Andererseits rechtfertigt sich auch sachlich wie m. E. paläographisch die Lesungministerielles. In der Urk. Bertold's von 1185 (ZüUB. I 215 f.), wo ganz ebenso wie in dervon 1177 die herzoglichen Mannen den Edelfreien ohne Unterbrechung angereiht sind,folgt dann ebenfalls die Bezeichnung ministeriales nach.
1218 Otto SBlas. SA. 450.
1219 St. 4254. Vielleicht entstand der Irrthum Otto's von St. Blasien dadurch, dassFriedrich von Burgund aus zunächst nach Ulm ging. Vgl. Ann. SGreorgii in nigra silvaMGSS. XVII 296 zu 1178. Ob sich Bertold IV mit zu Ulm befand, bleibt eine offeneFrage.