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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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Gründung von Freiburg i/U. 399

derjenige Bertold's, ein Jahrhundert nicht überdauert hat, auf bescheideneVerhältnisse dieser ersten Nikolauskirche schliessen.

Als die Kirche nebst ihrem Friedhof fertig gestellt war, kam i. J. 1178oder Anfang 1179 Petrus, der Prior von Päterlingen mit dortigen Mönchenzu Herzog Bertold und forderte mit vielfältigen Bitten und Berufungen aufBertold's und seiner Ahnen Seelenheil die überbauten Päterlinger Grund-stücke zurück. Bertold berieth mit seinen Leuten und entschloss sich unterZustimmung seines Sohnes, dem geschädigten Kloster sein Eigengut mit dem,was nun einmal darauf stand, wieder zu geben. So erhielt Päterlingen dieNicolauskirche nebst dem Friedhof und noch zwei Hofstätten zur Erbauungvon Mönchsgebäuden. Die Zeugen dieser Handlung edelmüthigster Rechts-schonung waren Otto von Bahn, der Propst von Solotliurn Nantelm vonRougemont, Graf Amedeus von Genf, der Sohn von Bertold's früherem, 1167verstorbenen Vertragsgenossen, ferner Ulrich von Neuenburg, Walchcr vonBlonay, Rudolf von Montenach (Montagny), Kuno von Stäfis (Estavayer;ein älterer Geschlechtsgenosse des Lausanner Propstes gleichen Namens,der am Anfang des 13. Jahrhunderts das unschätzbare Chartular von Lausanneanlegte), Werner von Siegnau, Hugo von Jegensdorf, und eine Anzahl nichtmit Namen genannter Freiburger.

Auch das Kloster Altenryf (Hauterive) besass von Anfang an in Frei-burg i/U. ein Haus, für das es der Herzog von jedem Zins und allem welt-lichen Gericht befreite und für das nebst allem dazu gehörigen Besitze erdas Kloster mit seinem eigenen Hoheitsrecht investirte ia07 . Ein solchesHaus in der Stadt Freiburg war mindestens noch 1827 im Besitz Altenryfsund stand auf der Burg daselbst neben der Krämerzunft.

Der Herzog als Stadtherr hatte in Freiburg ein Schloss und zwar andem wichtigsten Puncte der Stadt. Es hiess noch lange nach dem Erlöschendes Geschlechtes die Seigneurie und ist i. J. 1464 abgebrochen worden, damitan seiner Stelle das jetzige Stadthaus entstehe. Vor dem Herzogshause standder Lindenbaum; indessen der jetzige Stamm mächtigen Umfangs reicht, ob-wohl ihm steinerne Pfeiler die Last der Aeste abnehmen müssen, nicht mehrin die Zeit hinauf, da die zähringischen Herzöge zu Freiburg Einkehr hielten,wie man es wohl behauptet hat; er ist nach besseren Nachrichten ersti. J. 1480 an der Stelle des älteren gepflanzt worden.

Auch edle Geschlechter Burgunds siedelten sich in der Stadt desHerzogs an. 1182 wird von den barones de Friburch gesprochen 1208 .Das Haus der Herren von Thierstein stand an der Stelle (nahe der jetzigen

iao7 y g i_ die un ten zu besprechende Urk. im Soloth. "VVbl. 1827 S. 456 f. (wo auchdie Bemerkung über die weitere Geschichte des Altenryfer [Hauterive'r] Hauses).iao8 rjrk. im Rec. dipl. du ct. de Fribourg I S. 4f.