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zurückerwarb, das Landleben und die Landwirthschaft liebte, und mit solchemSinne militärische Neigungen Hand in Hand gehen liess. Er verstärkte, soweitersichtlich ist ohne damit eine Spitze gegen den Reichsvogt zu kehren, dieBefestigung seiner Stadt am Quartier Couvaloup, baute den Thurm am See-ufer bei Lausanne (d. h. zu Ouchy), dazu die Befestigungen von Courtilles, woer gerne residirte, und von Puidoux und Lobsingen (Lucens) und war, wiedie Lausanner Bisthumschronik sagt und wozu auch wohl diese Befestigungendienen sollten, ständig um den Landfrieden im ganzen Bisthum bemüht. — Eswar unnöthig zu folgern, dass er die „unaufhörlichen Räubereien der Herzogs-leute" abzuwehren hatte.
An Gegnern fehlte es ihm darum nicht. Sie verklagten ihn wegen un-zulänglicher Amtserfüllung und Mangel an kirchlicher Zucht bei dem Papsteund zwar bei Papst Alexander. Herzog Bertold IV liess hinsichtlich desSchisma's dem Lausanner Klerus zunächst anscheinend freie Hand, wie esder 1157 geschehenen Abgrenzung seiner Gewalt und seiner Urkunde fürHautcret von 1159 entsprach. Ich möchte die spärlich überkommenen Nach-richten und Urkundendaten zusammenfassend 1202 so deuten: Von der alexan-drinischen Kirchenparthei und einer sich bildenden ihr anhängenden Gruppein Lausanne ging der Wunsch aus, den von dem schismatischen PapsteVictor IV ordinirten Landerich zu verdrängen und durch einen Mann ihresVertrauens zu ersetzen. Als solcher war wohl schon frühzeitig, anscheinendseit 1172 der Toscaner Roger, apostolischer Legat in der Provinz Besancon.in Aussicht genommen. Landerich's Stellung scheint sich auch in Lausanneselbst mehr und mehr verschlechtert zu haben, denn befremdlich einsamerscheint er auf dem Burgundertage Bertold's am 6. Oct. 1175. Der Herzog,der nach der kurzen Schwenkung am Anfang der sechziger Jahre schon durchsein neues Verhältniss zu Kaiser Friedrich wieder auf die gegenpäpstlicheSeite gestellt war, hat Landerich in der Urkunde für Rüggisberg natürlichuneingeschränkt als rechtmässigen Bischof bezeichnet. Möglicherweise hingauch der Heereszug Bertold's im Lausanner Gebiet, der 1175 durch dasUnglück von Chillon betroffen wurde, mit der Unterstützung Landerich'szusammen, der sich zunächst anscheinend wieder befestigte und bis in dasJahr 1177 hinein als Bischof urkundete 12b3 , dann jedoch in den Umschwungder grossen Politik verflochten wurde und spätestens 1178 nach einem ver-geblichen Versuche seine Sache persönlich bei Alexander zu führen diesem
MDSE. VI44f.; vgl. auch Gingins, Reotorat, MDSR. I 82f., beides vielfach zu berichtigennach dem Repertoire chron. de docc. rel. ä l'hist. de la Suisse Romande par F. Forel,MDSR. XIX.
1202 mdsr. I. vi. XIX passim, dazu die Urkk. Papst Alexanders vom 4. Mai 1177und vom 17. Oct. 1179 (s. u. Anm. 1224).
1803 MDSR. XIX Reg. 638,643,649 f. Dann abervgl die Urkk. MDSR. XII 2 S. 42 ff.