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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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389
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Verdienste um den Kaiser. 389

erfahren das aus der gelegentlichen Bemerkung einer Urkunde, die über einezu Basel vorgenommene Handlung, an der Bertold als Vogt der KlösterStein und St. Blasien betheiligt war, aufgesetzt wurde. Der Abt Bertold vonStein gestand hier zur Erledigung eines alten Zinsanspruches das Gut seinesKlosters zu Gupf bei Tannenkirch (BA. Lörrach) der St. Blasischen ZelleWeitenau als Zinslehn zu, die den veralteten Zins hinfort in Gestalt von 6Bfennigen zu leisten hatte. Ausser Herzog Bertold als Vogt nahmen an derHandlung Graf Bertold von Nimburg, Konrad von Krenkingen, Lutold vonRegensberg, Heinrich von Küssaberg, Arnold von Wart, Ulrich und seinBruder Eppo von Neufra, Heinrich von Rheinfelden, Werner von Boggen-bach und Konrad von Baden Theil 1178 .

Während Bertold mit dem Kaiser in Basel weilte, war ein von ebendort gegen ihn veranlasstes kirchliches Verfahren schon in Betrieb. DasBaseler St.Albanskloster hatte sich wegen zahlreicher, von verschiedenenSeiten her erlittener Schädigungen durch den Abt seines Mutterklosters Clunyan den Papst Alexander gewandt. Von Herzog Bertold klagte es, er habedie seit 60 Jahren unverbrüchlich an St.Alban gehörige Kirche zu Hägen-dorff (Ct. Solothurn) mit Zehnten, Hof und Leuten an sich gerissen, so dassin ihr jetzt von dem Prior St. Alban's nicht zugelassene Geistliche, Heinrich,der Sohn Friso's und seine Gehilfen das geistliche Amt versähen. Unter denvielen anderen Beklagten finden sich der Graf von Froburg und aus solchenFamilien, die wenigstens gelegenÜiche Beziehungen zu den Herzögen vonZähringen haben, noch die von Ramstein. Papst Alexander beauftragtedaraufhin durch Breve vom 14. März 1168 den Bischof von Basel, die Be-klagten zu excommuniciren, jedoch mit alleiniger persönlicher Ausnahme desHerzogs von Zähringen, aber nichtsdestominder die in dessen Herzogthumbelegene Kirche zu Hägendorff mit dem Interdict ausser für Taufe undSterbesacrament zu belegen und gegen die dortigen Geistlichen vorzu-gehen, sowie für die Rückerstattung der St.Alban entrissenen Güter Sorgezu tragen, für welchen Zweck Alexander den Bischof mit der höchsten geist-lichen Gerichtsgewalt betraute. Wir wissen nicht, ob Bertold die Hägen-dorffer Kirche herausgab; auf keinen Fall war für ihn damals eine WeisungAlexander's IH, der für ihn der Gegenpapst war, an sich massgebend. DerBaseler Bischof selber, Ludwig, hat höchst wahrscheinlich zu keiner Zeitseit seiner Wahl bis zum Frieden von Venedig den Papst Alexander an-erkannt 1179 .

Im Spätjahr 1169 beschäftigte den Herzog von Neuem das KlosterStein, dessen Vogt er war. Einige Freie in Kirchen (BA. Lörrach) hatten

11,8 Gerbert. H. s. n. III 98 f. cum etiam imperator esset Basüeae ........ idibus

Martii.

im vgl. Trouülat I 343360.