388 1167-1169.
alten Gregner Albrecht den Bären und Erzbischof Wichmann von Magdeburg,zu denen der Landgraf Ludwig von Thüringen, der Graf Christian von Olden-burg, eine Anzahl anderer Grafen und Dynasten und die Cölner, später auchder Erzbischof Hartwig von Bremen hielten, seit 1166 bedrängt wurde.Dem Kaiser Friedrich musste um so mehr daran hegen, seinem FreundeFrieden zu stiften, als er deutschen Zuzuges dringend benöthigt war. In derThat gelang es Bertold im Verein mit Christian, zwischen seinem vormaligenSchwager und dessen Gegnern im Namen des Kaisers einen Frieden zu ver-mitteln 1174 .
Ein Waffenstillstand blieb es freilich nur, denn nicht lange nach derAbreise der kaiserlichen Bevollmächtigten entbrannte der Kampf von Neuem.Auch Truppen erhielt der Kaiser trotz der zeitweiligen Ruhe nicht. FallsBertold dem Kaiser selber in Italien Bericht erstattet hat 117,Ia , muss er dochnoch vor Ende des Jahres 1167 wieder nach Deutschland zurückgekehrt sein.Denn andernfalls müsste eine Handlung, bei der der Herzog betheiligt war,auf seiner Durchreise von oder nach Sachsen vorgenommen worden sein.
Wir finden ihn nämlich in demselben Jahre 1175 sich zu Steinbachaufhaltend, aller Wahrscheinlichkeit nach doch in dem der Ortenau (BA.Bühl). Hier legte auf Grund einer Tauschübereinkunft mit Abt Rupert vonHirsau der Edelfreie Werner von Ortenberg seine Güter zu Endingen undForchheim im Breisgau (BA. Kenzingen) in die Hand Herzog Bertold'szur Uebergabe an Hirsau, wofür dieses an Werner seine elsässischen Be-sitzungen Scherweiler und Ebersheim gab, für die Werner sich noch zu einerweiteren Zahlung von 60 Mark verpflichtete, die später auch geleistet wurde.Ausser Bertold waren mit anwesend Bischof Gottfried von Speyer 1170 , deralte nun kinderlose Weif, der Hirsauer Vogt Graf Bertold und sein BruderKonrad, ausser Werner von Ortenberg selbst sein Bruder Konrad, Richardvon Kappel, Adalbert von Waldeck, Reginhard von Calw, Eberhard undFriedrich von Schauenburg und Andere.
Im März 1168 kam der Kaiser nach Abschluss eines Abkommens mitHumbert von Maurienne flüchtig nach Burgund und gelangte über Genf,das ihn dankbar empfing, zum 15. März 1177 nach Basel. Hier traf, falls nichtetwa schon vorher, Herzog Bertold, begleitet von einem Gefolge schwäbischerHerren und Ministerialen mit dem vereinsamten Herrscher zusammen. Wir
1174 Ann. Palid. MGSS. XVI 93. (Bertoldo duce de Zaringe.)in*, wie Giesebrecht V612 angiebt.1176 WUB. II 154f.
1176 Den Ort seines Todes (28. Jan. 1168) sucht Giesebrecht V 559; PrutzII88 lässtihn fälschlich mit Otto SBlas. SA. 443 schon auf dem Marsche von Rom sterben.
1177 Nicht am 16., wie versehentlich der Nachtrag bei Stumpf, 4093 a, und danachGiesebrecht's kurze Nachricht V 597 hat.