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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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387
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Schlimme Rückkehr. 387

traf mit dem Kaiser Ende August in dem treuen Pisa ein und ward in einerdort ausgestellten Urkunde für das Kloster S. Maria de Serena 117) als Zeugegeführt.

Aber zu alle dem Elend gesellte sich noch die Kriegsnoth. Der Bundder lombardischen Städte, der geschlossen worden war, während Friedrichin der Romagna lag und nach Rom zog, sperrte dem zusammengeschmolzenenund siechen Heere mit genügender Macht den Apennin, dass die gebräuch-liche grosse Heerstrasse nach der Lombardei zu erzwingen unmöglich war.So versuchte es Friedrich im "Westen, das Thal der Magra hinauf und kambis Pontremoli, wo Bertöld wieder in einer am 4. Sept. für die Herren vonBuggiano gegebenen Urkunde als Zeuge 1172 erscheint. Wenn wir nach derZeugenreihe allein schliessen dürfen, hielten sich von den deutschen Herrenneben dem Kaiser nur noch Herzog Bertold, der Erzbischof von Mainz undder Burgvogt von Magdeburg aufrecht. Im Frühling halte Pontremoli vondem Kaiser grosse Vergünstigungen erhalten, jetzt überfielen seine Bewohnerim Einverständnisse mit den Lombarden das kaiserliche Heer, das geradeMittagsrast hielt. Sie hatten die Höhen ringsum besetzt und überschüttetendie Lagernden mit einem Regen von Pfeilen, die die Kranken und ihre barm-herzigen Helfer trafen 5 kaum deckte die Kaiserin Beatrix ihr Haupt durchein Dach von zwei Schilden. Trotz alle dem schlugen sich die Tapferenunter des Kaisers eigener Führung heraus-, aber den Pass selbst zu über-schreiten, mussten sie auch hier aufgeben und gelangten nur auf steilen undengen Fusspfaden unter der Führung des hier auf seinen Burgen ansässigenMarkgrafen Obizo Malaspina über das Gebirge. Nach diesen Gefahren er-reichte man Tortona und am 12. Sept., an dem gleichen Tage, da fern inSiena Bertold's Kampfgenosse Weif VII verschied, das treue Pavia, wo end-lich die Kranken angemessene Pflege und Ruhe finden konnten.

Die Alpenpässe im Norden waren durch die Lombarden gesperrt, derüber den Mont Cenis durch den mit Friedrich verfeindeten Grafen Hum-bert IH von Maurienne 1173 . Vielleicht dachte der Kaiser ohnedies und trotzaller Verluste nicht an die sofortige Rückkehr nach Deutschland. Erblieb den Winter hindurch im Kampfe mit den Städten auf dem Boden derLombardei.

Aber Bertold von Zähringen ging nach Deutschland und wird durchdas ihm offen stehende Gebiet seines Schwagers Humbert gereist sein. Ihnund Christian von Mainz nämlich sandte ihr Kaiser von Pavia aus, wo eram 21. Sept. die abtrünnigen Städte ächtete. Die beiden Fürsten hatten denAuftrag, Sachsen zur Ruhe zu bringen, wo Heinrich der Löwe durch seine

1171 St. 4090. Bertoldus [dux] de Zeringa.

1172 St. 4091. dux Bertholdus.

1173 Prutz II 97 u. Giesebrecht V 594.

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