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Geschichte der Herzöge von Zähringen
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386
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386 1167.

Am 24. Juli drangen die Deutschen unter des Kaisers eigener Führungnach heissem, kurzem Kampfe in die Leostadt ein. Zwölf ereignissvolle Jahrewaren vergangen, seit Bertold zum ersten Male, damals mit dem zur Kaiser-krönung reitenden königlichen Freunde, hier eingezogen war. Diesmal galtes ein längeres Verweilen, als an jenem Junitage der Festfeier und des blu-tigen Gemetzels, denn die Engelsburg und die Peterskirche wurden von denTreuen Alexander's HI Tage lang gehalten. Erst am Peter- und Paulstageward die Kirche des Apostelfiirsten eingenommen, so dass am folgendenTage, einem Sonntag, der Papst Paschalis in ihr inthronisirt werden konnte,wie es die Fürsten zu Würzburg und zu Lodi beschworen hatten. Amzweitfolgenden Tage danach, an Petri Kettenfeier (1. Aug.) hallte der Domvon noch grösserem Jubel der Deutschen wieder: der Papst krönte dieKaiserin Beatrix, mit der zugleich ihr Gemahl noch einmal das strahlendeDiadem empfing. Friedrich wählte den festlichen Tag zu einer besonderenAuszeichnung für den tapferen Cölner Erzbischof und die Zeugenreihe dieserSchenkungsurkunde 1169 giebt eine ausdrückliche Bestätigung der Anwesen-heit Bertold's. Auch das linkstiberinische Rom unterwarf sich jetzt undging auf die von Friedrich in den Unterhandlungen aufgestellten Forderungenein. Papst Alexander war als Pilger verkleidet einsam geflohen.

Da traf den Kaiser und sein Heer mitten im Siegeslaufe ein entsetz-liches Unglück. Ein Wolkenbruch am 2. Aug., dem sogleich wieder grellbrennender Sonnenschein folgte, erzeugte aus seinen Dünsten eine tödtlicheFieberpest, die rasend um sich griff und den Kaiser zwang, unter Zurück-lassung vieler kranken Krieger am 6. Aug. das Lager vor Born zu verlassen.Um so mehr aber, als das Heer voll Treue die nur einigermassen Transport-fähigen mitschleppte, blieb die Krankheit trotz des Aufbruchs seine stete Be-gleiterin. Noch unterwegs wurden die Bischöfe von Prag, Lüttich, Verden,Regensburg, am 14. Aug. auch Rainald von Cöln, die Bischöfe von Cambrai,Amiens, Senlis, Noyon und Konrad von Augsburg dahingerafft, von denhervorragenden Laien ausser einer Anzahl Grafen Dietbold von Böhmen, am19. Aug. Friedrich der Rothenburger von Schwaben, der junge Gemahl derNichte Bertold's, und am 12. Sept. der gezwungen in Siena zurückgelassenejüngere Weif. Auf 20 000 hat man die nur auf dem Marsche gefallenenOpfer geschätzt, von den Schwaben, Franken und Rheinländern verschlang dieKrankheit allein ritterlichen Standes zwei Tausend. Als ein Wunder mochtees Bertold dankend empfinden, dass er überlebend blieb. Möglicherweise ver-schonte ihn wenigstens ein bösartigerer Anfall, denn er konnte am Tage desAufbruchs, am 6. Aug., als Zeuge in einer Beurkundung zugezogen werden 117 °

1169 St. 4086. Vgl. über das Datum Stumpf's Nachtrag, dux Bertoldus de Zarengen.

1170 St. 4088, Monte Mario bei Rom. Bertholfus dux de Zeringa. Neben ihm Her-zog Friedrich von Schwaben, der jüngere Weif und eine Anzahl geistlicher Herren.