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mit Herzog Friedrich von Rothenburg einen scharfen Bescheid gab. Dasmeldete Weif seinen Freunden und Verwandten und diese waren in Folgeder schon erwähnten allgemeinen Spannung auf das Eifrigste bereit, mit ihmin's Feld zu ziehen; so stand alsbald ein grosser rheinisch-schwäbischer Bundin Waffen, in welchem Herzog Bertold, Weif und die Bischöfe von Augsburg,Speyer und Worms neben den den Zähringern verwandten Markgrafen Her-mann von Baden und Bertold von Vohburg und den Grafen von Pfullendorf,Habsburg, Calw, Berg, Ronsberg, Kirchberg, Veringen und Heiligenberg diehauptsächlichsten Theilnehmer waren. Herzog Bertold nahm dabei eine sohervorstechende Stellung ein, dass Otto von St. Blasien ihn allein als Ver-bündeten Welf's nennt. Sie zogen sogleich mit 2200 Gewaffneten gegendieVeste Tübingen und schlugen in deren Nähe am Samstag Abend, den5. Sept. 1164 1161 ihr Lager auf. In der Veste lagen Hugo und seine Ver-bündeten, der Herzog Friedrich mit so viel Mannschaft, als er irgend hatteauftreiben können, die Zollern, die auch nach möglichsten Kräften Leuteaufgebracht hatten, und andere nicht einzeln Genannte. Das war keine Fehdewegen eines umgekommenen Mannes mehr; es waren die grossen Gegensätzein Reich und Kirche, die auch hier zum Austrag kommen wollten.
Den Sonntag wollten die Belagerer nicht entweihen, aber für den-7. Sept. war ihr Sturmangriff beschlossen. Da'waren es schlecht disciplinirteund neugierige Theile des zähringisch-weifischen Heerhaufens, die schonam- Mittag des Sonntags mit einigen Burginsassen gleichen Schlages unter-halb der Burg in Kampf geriethen und damit die beiderseitigen Truppenaus der Ruhe aufscheuchten. Den Pfalzgräflichen gelang es, eine überlegeneStellung an der steilen Böschung des Neckarufers zu gewinnen und denfeindlichen Zuzug abzuschneiden, so dass von der noch am Besten geordnetenHauptmasse der hier und da zum Kampfe eilenden Belagerer, welche unterdem von Graf Heinrich von Veringen getragenen Feldzeichen heranstürmte,nur Wenige zu dem eigentlichen Kampfplatz durchzukommen vermochten.Auf diesem wurde zwei Stunden lang gekämpft, wobei in Folge des Mangelsgeeigneter Waffen bei den so unvermuthet in's Gefecht Verwickelten fastNiemand schwer getroffen, sondern nur Gefangene gemacht wurden; daunterdessen die am Flussübergang Verhinderten ohne rechten Grund dasFeld räumten, unterlagen die von ihrer Seite an jenem Orte Kämpfenden,denen sie Hilfe bringen wollten, und schliesslich befand auch jene vomFlussufer zurückgewichene Hauptschaar sich in wilder Flucht vor den sieg-reichen Belagerern, die im Ganzen 900 Gefangene machten. Weif selbstgelangte mit nur drei Gefährten auf die Burg Achalm; in Wäldern-und Bergen,
1161 1164 ist durch die anderen Quellen bezeugt; das Datum Samstag d. 6. Sept. inder Hist. "Weif. SA. 38 ist nicht nur für 1164, sondern auch für die benachbarten Jahreunmöglich, beruht also auf Versehen.