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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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363
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Bei Friedrich in Besancon. 363

Zu dieser Zeit zog der König Ludwig von Frankreich gegen die GrenzeBurgunds heran; man wusste nicht genau, ob in freundschaftlicher oderhinterlistiger Absicht. Ihm ging der Kaiser entgegen und war am 3. und4. Nov. in Dole, in seiner Begleitung befand sich Herzog Bertold 1104 . Zueiner Begegnung kam es jedoch nicht; der Kaiser sandte zur Begrüssungaus seinem G-efolge den deutschen Canzler Rainald von Dassel und danebenden Grafen Ulrich von Lenzburg, der sich nicht minder seines fortdauerndenVertrauens erfreute. Nach ihrer Rückkehr zog er über Montbarrey ab, bisArbois in südöstlicher Richtung, immernoch von Herzog Bertold begleitet 1105 ,der ihn dann aber vor Besancon verliess 1106 , wo der Kaiser zum 23. Nov. ein-traf und von wo er sehr bald nach Deutschland weitergezogen sein muss, daer das Weihnachtsfest in dem fernen Magdeburg beging.

Ob Friedrich sich das Erscheinen Bertold's auf dem October-Hoftagezu Besancon besonders ausgebeten hatte oder ob ihn der Zähringer aus freiemAntrieb in dem abgetretenen Lande begrüsste, was ferner ihn dann plötzlichaus dem Gefolge des Kaisers scheiden Hess, ist nicht mehr in Erfahrung zubringen. Dagegen steht fest, dass den Herzog am Anfang des Jahres 1158eine Nachricht erreichte, die ihm schwerlich angenehm klingen konnte: aufeiner Zusammenkunft mit Friedrich zu Goslar hatte am 1. Jan. HerzogHeinrich der Löwe gegen Besitzungen am Harz das Heirathsgut seiner Ge-mahlin dementia von Zähringen, die Herrschaft Badenweiler 1107 , an denKaiser vertauscht 1108 und damit war ein schönes Stück alten Zähringerlandes,das Herzog Konrad schwerlich einem anderen Eidam als Heinrich demLöwen geopfert hätte, an die Staufer gekommen, die dadurch mitten imBreisgau sicheren Fuss fassten.

Dessenungeachtet begrüsste Bertold den Kaiser, als dieser wieder an

1104 St. 3783 f. Bisthum Treviso vom 3. Nov. u. 3784, f. d. Dominicaner von Besan-con vom 4. Nov. Barthöldus dux de Ceringo.

1105 Dieser ist Zeuge in St. 3785 u. 3786 vom 14. Nov. aus Montbarrey für Lieboldvon Beauffremont und für die Abtei Lure u. in St. 3787 u. 3788 vom 18. Nov. aus Arboisfür d. Erzb. v. Lyon u. f. Kl. Beaume-les-Moins. Bertolfus dux de Ceringhen. Das Bertöl-phus dux de Oenuga in St. 3787 (Abdruck der Gallia christiana IV 17) verbessert sich vonselbst in Ceringa. Dass Friedrich die Rückkehr der Gesandten abgewartet hatte, zeigtUlrich's von Lenzburg Nennung als Zeuge in St. 3785 ff. Die sonstigen Begleiter auf demRückweg des Kaisers Bind Humbert von Besancon, Matthäus von Lothringen, Graf Hugovon Dagsburg u. Andere; auch Graf Stephan von Burgund oder Macon stellte sich zuBesancon wieder ein. Vgl. St. 37853791.

1,08 In St. 37893791 vom 23. und 24. Nov. aus Besancon ist Bertold nicht mehrgenannt.

1,07 s. o. S. 316f.

1108 St. 3792. hereditatem uxoris sue Clementie u. s. w. Die Güter am Harz warenReichsgut, wogegen Friedrich einen angemessenen Theü staufischen Gutes an das Reichabtrat.