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den Oberrhein kam. Er war mit ihm am 3. März 1158 zu Strassburg undnahm nebst dem dortigen Bischof Burkhard, dem staufischen PfalzgrafenKonrad bei Rheine und Hermann von Baden an einer kaiserlichen Be-urkundung für Sindeisberg Theil 1109 .
Schon im Frühjahr 1157 war eine neue Heerfahrt Friedrich's nachItalien, die sich in erster Linie gegen das in Trotz verharrende Mailandwenden sollte, beschlossen und zu Fulda am 24. März 1157 ihr Aufbruch aufden achten Tag nach Pfingsten 1158 (15. Juni) angesetzt worden. Nacheiner nachfolgenden Umbestimmung sollte dieser von Augsburg aus geschehen,wo Friedrich auf dem Lechfelde von Pfingsten an die Fürsten mit ihrenTruppen erwartete.
Herzog Bertold hat auch an dieser Heerfahrt Theil genommen. Docherschien er wohl nicht mit auf dem Lechfelde oder wenigstens nicht schonmit all seiner Mannschaft; denn er erhielt vom Kaiser, zu welchem ver-schiedene Fürsten mit solchen Anfragen gesandt hatten 1110 , die Weisung,mit den Lothringern zu ziehen und den "Weg über den grossen St. Bernhardzu nehmen.
So grosse Truppenmassen standen für die Heerfahrt zu erwarten, dassselbst eine Vertheilung auf die benutzbaren Alpenpässe dem Kaiser undseinen Berathern die Schwierigkeiten nicht ganz zu beseitigen schien. DieRheinländer, Franken und ein Theil der Schwaben sollten über den Splügenund über Cläven nach dem Comersee ziehen; der Kaiser selbst, in seinemGefolge den neu erhöhten König Wladislaw von Böhmen, Friedrich vonSchwaben (König Konrad's Sohn), den Pfalzgrafen Konrad bei Rheine, diedrei rheinischen Erzbischöfe, die Bischöfe von Eichstädt, Prag, Verden,Würzburg und die Aebte von Fulda und Reichenau, dazu die zahlreichenMarkgrafen — unter ihnen Hermann von Baden 11U — und Grafen, wollteüber den Brenner gehen; beiden Heinrichen, dem neuen Herzog von Oester-reich nämlich nebst dem von Kärnthen, sowie den ungarischen Bogenschützensandte er Befehl, den Weg nach Friaul und der Veroneser Mark einzu-schlagen. — Noch ehe Friedrich von Augsburg aufbrach, trafen ihn päpst-
11U9 Die Urk. fehlt noch bei Stumpf; sie ist v. Scheffer-Boichorst MJOG. X 299 f.mitgetheilt worden.
1110 Rahewin SA. 158. Bertold wird dort dux Berthölfus de Zaringen vel potiusBurgundiae genannt, wodurch das allgemeine Verhalten der Privaten gegen seinen Titelvortrefflich ausgedrückt ist. In der Cölner Chron. reg. SA. 97 wird Bertold, dessen Theil-nahme an dem Romzug erwähnt wird, in der Recensio I als dux Alsatiae bezeichnet, inderRecensio II aber mit Heinrich von Kärnthen ausgetauscht, was die Annahme verstärkt,dass ihr Ueberarbeiter in dem Herzog von Zähringen wirklich einen Karnthner Fürstensucht. Vgl. oben S. 238 u. 294.
1111 St. 3812. Das Uebrige nach Rahewin 1. c.