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Geschichte der Herzöge von Zähringen
Entstehung
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356
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Guido von Biandrate, den ja auch er vor einem Jahre in Italien kennen ge-lernt hatte. Auch an den Niederrhein, nach Utrecht, ging Bertold mit unddann nach Sachsen, wo er sicherlich Gelegenheit hatte, seine Schwester zubegrüssen. Am 10. Mai war er mit dem Kaiser, dessen Bruder Konrad,Herzog Friedrich von Schwaben, seinem Schwager Heinrich von Baiern undSachsen, Bertold von Andechs und einer Anzahl anderer Grafen in derKaiserpfalz zu Boyneburg an der Werra und wurde in eine Urkunde für dasKloster Hilwartshausen mit eingetragen 1088 . Hier trennte sich der Kaiservon den Fürsten und ging während Bertold noch bei Heinrich in Sachsenverweilen oder in sein Land zurückkehren mochte, das ihn über der burgun-dischen Angelegenheit schon so lange Zeit hatte entbehren müssen nachBaiern, wo er bei dem verdienten Otto von Wittelsbach in der Stille dasPfmgstfest feierte und kurz darauf in Regensburg mit Heinrich von Oester-reich eine endlich erfolgreiche Besprechung hatte.

Was Friedrich so lange schon im Sinne und Bertold zu fürchten gehabthatte, war unterdessen zum Abschluss gelangt.

Die Erbin Rainald's in Hochburgund, seine Tochter Beatrix, hattebis vor kurzem nicht nur unter der Vormundschaft ihres Oheims Wilhelmgestanden, sondern war sogar von ihm in habsüchtiger Absicht auf einemfesten Schlosse in enger Gefangenschaft gehalten worden 1084 . Nun war Wil-helm vor kurzem gestorben und damit, falls nicht etwa doch schon in mittel-barer oder unmittelbarer Folge von Friedrich's Burgunderfahrt i.J. 1153, hatteBeatrix ihre Freiheit zurückerlangt. Sie war nicht allein die Erbin, sondernsie war vor allen Dingen jung, schön und wohlunterrichtet, dabei von freund-lichem und bescheidenem Wesen. Nun gab sie der Anfrage des mächtigstenund hochgemuthesten Herrn in der Welt Gehör und ward die Seine; zuWürzburg, wohin Friedrich von Regensburg eilte, beging man in der zweitenWoche nach Pfingsten (10.-16. Juni) die Hochzeit des Kaisers. Der ErzbischofHumbert von Besan<jon, der schon oben als Vertrauter in dieser Sache ver-muthet wurde, und der neue Graf von Macon, Wilhelm's Sohn Stephan, ihrVetter, hatten die Kaiserbraut nach Deutschland geleitet; mit ihnen wohntenzahlreiche deutsche Bischöfe und Fürsten, unter ihnen Beatricens OheimMatthäus von Lothringen und beide Weifen, dazu auch einige italischeHerren den Festlichkeiten bei 1085 . Man kann es Herzog Bertold nicht ver-übeln, wenn er nicht unter den munteren Gästen war.

auf eine Weile von dem Kaiser entfernt zu haben, da er in St. 3737 (vom 21. Febr.) nichtmit genannt ist. (Auch die unechte Urk.*St. 3738 nennt ihn nicht als Zeugen.)

1088 St. 3740. Bertoldus dux de Ceringen.

1084 Sigeberti auctar. Afflighem. MGSS. VI 403. Vgl. auch oben S. 332.

lose y gl- zu otto Fris. g. Fr. 124 St. 37423746. Stephan wird als comes Burgundiaebezeichnet.